bestimmten Tage wieder kommt. Er nimmt aber schon heimlich von dem Pulveretwas mit nach Hause und thut es seiner Frau ohne ihr Wissen ins Butterfaß. DieFrau, die es merkt, schilt den Mann wegen seiner Hexerei, so daß er in sichgeht. Doch begibt er sich auf den bestimmten Tag zu der Hexe; die hatden Teufel (Herodes) in ihrer Kammer. Der legt dem Schuster ein Buchvor, da hinein soll er mit rother Tinte schreiben:
»Eck seh . . . in'n pott
un denk an gott;«der aber schreibt: »Das Blut Jesu Christi macht mich von allen Sünden rein.«Da fährt der Teufel mit Gestank ab und hinaus und hat ein ganzes Fensterfachmitgenommen.
3-
Ein Schmied hat einen Gesellen, der legt sich eines Mittags zum Schlafenauf den Stall. Da kommt die Meisterin herauf, und der Teufel bringt ihrdurch die Bodenluke das Mittagessen: Bratbeeren und Klumpe und Fleisch.Der Teufel sagt, es wären zwei Augen zu viel, aber die Frau beruhigt ihn.Wie es zum Essen gehen soll, stellt der Geselle sich krank und klagt überLeibweh. Dem Meister sagt er, daß seine Frau es mit dem Teufel zu thunhabe, und sie beschließen, die Probe mit ihr zu machen. In der nächstenMainacht muß die Frau ihnen beim Schmieden leuchten nnd den Krüsel halten.Um zwölf läßt sie die Hand sinken und wird ganz steif und starr. DerSchmied giebt ihr eine Ohrfeige, daß sie umfällt; da ist's ein alter Weiden-strunk. Am andern Morgen liegt die Frau im Bett und ist ganz krank. Dawissen sie, daß es eine Hexe ist und übergeben sie dem Gericht.
4-
Wenn in alten Zeiten die Leute einen gewissen Karren Morgens frühvor einem Hause stehen sahen, so wußten sie, daß in dem Hause eine Hexewar. Auf dem Karren wurde sie zur Weser gefahren und da hineingeworfen;ging sie unter, so war sie frei; schwamm sie aber oben, so wurde sie ver-brannt. — Zwei Schwestern sahen eines Morgens, als sie aufstanden, denKarren vor ihrer Hausthür stehen; ihre Mutter war eine Hexe, und sie ver-fluchten die Mutter. Die aber sagte: »Meine Mutter war schlecht, daß siemich das Hexen lehrte; Ihr aber habt eine gute Mutter, die schon vom TeufelSchläge genug gekriegt hat, daß sie's Euch nicht lehren wollte.«
5-
Ein Junge hat eine Braut, die sammt ihrer Mutter eine Hexe ist. Inder Mainacht versteckt er sich unter's Bett und sieht, wie die Weiber aufstehenund aus einem Topf ihre Stöcke mit einer Salbe bestreichen, indem sie dabei
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