war. Dann stieg er wieder zu seinem Herrn in den Wagen, und fort gingswie der Wind, daß den vier Hengsten die Mähnen sausten.
So mochten sie wohl eine Stunde gefahren sein, da ließ der Herr denWagen halten und sprach: »Friedrich! Sieh mal hinaus!« »Ja Herr!«»Was siehst du, Friedrich? »O Herr, ich sehe nicht weit von hier einSchloß, das ist noch viel schöner als das erste war.« Sprach der Herr: »Hierhast du meine Uhr, Friedrich, die ist gerade zwölf; nun geh, derweil ichauf dich warte, in das Schloß, da wirst du noch besser bewirthet werden alsdas erste Mal; aber Punkt eins, nicht früher und nicht später, gehst du wiederfort, und was man dir dann giebt, das bringe mit!« »Gut, Herr!« sprachFriedrich und ging in das Schloß; da waren noch viel mehr Diener als indem ersten Schloß; die trugen Speisen und Weine auf von allen Sorten undluden den Friedrich zum Sitzen ein. Er ließ sich auch nicht lange nöthigen,aß und trank nach Herzenslust und als die Uhr nahe vor eins war, rüsteteer sich zum Weitergehen. Da wurde ihm ein Gänsebraten gereicht, dennahm er mit, wie ihm sein Herr befohlen hatte. Als er nun wieder zurückan den Wagen kam, so fragte der Herr: »Nun, Friedrich, was bringst dumit?« »O Herr, sie haben mir diesmal einen Gänsebraten gegeben!« »Schön!Friedrich; lege ihn nur hinten in den Kutschkasten, wir werden ihn wohlheute noch gebrauchen können.« Friedrich that, wie ihm geheißen war; dannstieg er wieder zu seinem Herrn in den Wagen, und fort gings wie derWind, daß den vier Hengsten die Mähnen sausten.
Eine Stunde wohl mochten sie so gefahren sein, da ließ der Herr denWagen zum dritten Male halten und sprach: »Friedrichl Sieh mal hinaus!«»Ja Herr!« »Friedrich, was siehst du nun?« »O, Herr! Nun sehe ichnicht weit von hier ein Schloß, das ist so schön, wie ich in meinem ganzenLeben noch keins gesehen habe.« Sprach der Herr: »Hier, Friedrich, hastdu meine Uhr, die ist grade Zwei; nun geh, derweil ich auf dich warte, indas Schloß, da wird man dich bewirthen, wie noch nie; aber Punkt drei Uhr,nicht früher und nicht später, gehst du wieder fort und was man dir danngiebt, das bringe mit.« »Gut, Herr!« sprach Friedrich und ging in das Schloß;da war ein Leben und Gewühl von Dienern, nicht anders wie an eines KönigsHofe, die trugen die köstlichsten Speisen und Weine auf und luden denFriedrich zum Sitzen ein. Er ließ sich auch nicht lange nöthigen, aß undtrank nach Herzenslust und als die Uhr nahe vor drei war, rüstete er sichzum Weitergehen. Da wurde ihm ein Schweinsbraten gereicht, den nahmer mit, wie ihm sein Herr befohlen hatte. Als er nun wieder zurück an denWagen kam, so fragte dir Herr: »Nun, Friedrich, was bringst du diesmalmit?« »O, Herr; sie haben mir einen Schweinsbraten gegeben.« »Schön,Friedrich; lege ihn nur hinten in den Kutschkasten; wir werden ihn wohlheute noch gebrauchen können.« Friedrich that, wie ihm geheißen war; dann
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