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Ut oler Welt : Volksmärchen, Sagen, Volkslieder u. Reime
Entstehung
Seite
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bei dem grauen Manne und kehrte wieder nach Hause um. Es war am frühenMorgen, als er wieder in sein Dorf kam, und als er sich nun leise in seinHaus schlich, so sah er wie der Pfaff seiner Frau grad einen Kuß gab. »Haltfest!« rief der Schmied. Da der Pfaff die Stimme des Schmiedes hörte, wollteer eilig fortspringen, aber o weh! er saß an der Frau fest wie angeleimt. Danahm der Schmied seine Peitsche von der Wand und klappte die beiden vorsich her aus dem Hause hinaus die ganze Straße entlang, und als sie vor demPfaffen sein Haus kamen, trat gerade die Magd mit einer Schürze voll Heuheraus und wollte der Kuh das Morgenfutter bringen. Die Magd, da sie ihrenHerrn in der schlimmen Lage sah, lief schnell herbei und faßte ihn an, umihn ins Haus zu holen, daß die Leute seine Schande nicht sehen sollten.»Halt fest!« rief der Scbmied und wie er das gesagt hatte, saß des PfaffenMagd auch fest und mußte mit. Zu der Zeit tutete gerade der Kuhhirt undtrieb seine Heerde vor sich her und da kam eine alte Kuh und wollte vondem Heu fressen, das des Pfaffen Magd in der Schürze trug. »Halt fest!«rief der Schmied, und wie er das gesagt hatte, saß die alte Kuh auch festund mußte mit. Das sah ein Bäcker, der eben den Ofen geheizt hatte undnun dabei war, die Kohlen auszuziehen. Schnell kam er angerannt mit seinerlangen Ofenlaute und schlug die Kuh damit. »Halt fest!« rief der Schmied,und wie er das gesagt hatte, saß der Bäcker mit seiner mächtig langen Ofen-laute auch fest und mußte mit.

Der Edelmann war den Morgen schon früh aufgestanden, lag im Fensterund sah auf den Hof hinaus. Da kam der Schmied mit seinem Himphampangezogen, und als der Edelmann das sah, fing er laut zu lachen an undsprach: »Das hast du gut gemacht, mein lieber Schmied; das ist ein schönerHimphamp, den du mir da gebracht hast; aber laß sie jetzt nur wieder los,daß sie nach Hause gehen können.« Da sprach der Schmied: »Laß los!« undwie er das gesagt hatte, lief ein jeder hin, wo er hergekommen war, derPfaff, .die Frau, die Magd, die Kuh und der Bäcker mit seiner langen Ofen-laute. Der Pfaff hat sich darnach aber so geschämt, daß er niemals wieder indem Schmied sein Haus gekommen ist.

30. De rabe un de pogge.

Et kam äis en rabe aneflägen un sette sick an en dik un in den dikesatt 'ne pogge. Do säe de rabe mit siner knörigen stimme täo der poggen:»Brauer kum herüt, brauer kum herüt!« »Ne, ne!« säe de pogge, »du hackestmi, du hackest mil« »Ferwahr nich, ferwahr nichl« säe de rabe, un köresäo lange, bet de pogge doch terlest üt'n water herüt kam. Sao bolle awerstde pogge an't land kam, hacke de rabe täo un kreg mine läiwe pogge bi'nhals. Do fong de pogge an, täo schräien un räip: »Heb eck et nich esegt!

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