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Ut oler Welt : Volksmärchen, Sagen, Volkslieder u. Reime
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er ging und die Stückchen von dem Butterbrode auf der Erde liegen sah, sodauerte es ihn, daß die schöne Gottesgabe umkommen sollte, darum bückteer sich jedesmal, wo er ein Stückchen liegen fand und hob es auf. Da meintenun der Pastor nicht anders, als der Hans hätte alles verrathen, und der Bauernähme nun Steine vom Boden auf und wollte ihm damit zu Leibe rücken,und da fing er an zu laufen und sprang davon, als wenn ihm der Kopfbrannte. »Was mag nur unserm Herrn Pastor eingefallen sein«, dachte derBauer, »daß der fortläuft wie närrisch, nun er mich kommen sieht.« Als sichder Bauer nun umdrehte, um zurückzugehen, da sprang seine Frau auch aufund lief fort, daß ihr die Röcke flogen, denn sie meinte auch wie der Pastor,ihr Mann wisse schon alles und wolle ihr jetzt zu Leibe rücken. Sprach derBauer zu seinem Knechte Hans: »Was heißt denn das, Hans, daß meine Frauauf einmal so an zu laufen fängt?« »Ach, Herr,« sprach Hans, »sie hat ge-sagt, sie wollte mal sehen, wer am schnellsten laufen könnte, Ihr oder sie.«»Ei!« sagte der Bauer, »das müßte doch sonderbar zugehen, wenn ich meinWeib nicht einmal wieder kriegen könnte.« Und da fing der Bauer auch anzu rennen, immer hinter dem Weibe her, und die, da sie sah, daß der Mannhinter ihr her war, lief nun um so schneller; aber zuletzt holte sie der Manndoch ein und faßte sie und rief: »Jetzt hab ich dich.« Da schrie die Frau inihrer Angst: »Ach lieber Mann, vergieb es mir doch! Ich will auch in meinemLeben nichts wieder mit dem Pastor zu thun haben.« So hatte sie sich selberverrathen, und der Bauer merkte nun wohl, was die Glocke geschlagen hatte,paßte auch nachher wohl auf, daß seine Frau ihr Versprechen halten mußte,sie mochte wollen oder nicht.

27. Die alte Slüksche.

Die alte Slüksche hatte eine rechte Schnüffelnase und konnte gleichalles riechen, was im Dorfe gebacken oder gebraten wurde. Nun wohnte daauch ein junger Bauer mit seiner Frau, der fing, da er eines Tages auf demFelde pflügte, einen Hasen, gab ihn dem Knechte und schickte ihn damit zuseiner Frau, daß sie ihn auf den Mittag braten und zurichten sollte. Die Fraukriegte den Hasen auch zu Feuer, und als er nun recht briet und brutzelteund schön braun wurde, so hatte es die alte Slüksche gleich gewittert, kamin die Küche und schnüffelte mit ihrer langen Nase um den Braten herum.»Ach Gott, Nachbarin«, sprach sie zu der Bauersfrau; »das riecht mal schönund ist so appetitlich, lasse Sie uns mal ein Stück davon probiren!« »Nein,nein,« sagte die Frau, »wenn das mein Mann merkt, so kriege ich Schläge.«»Ach Gott«, sagte die alte Slüksche und hielt ihre Schnüffelnase dicht überden Braten, »nur ein ganz kleines Stückchen, das merkt er ja nicht.« Daheß sich die Frau bereden und schnitt ein Stück von dem Braten ab, und

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