Steine; aber der Königssohn wußte wohl, wenn sie niederwarfen, so warfensie auf, und wenn sie aufwarfen, so warfen sie nieder. Darum so nahm erdie Zeit wahr, wo sie niederwarfen, sprang schnell hinzu und berührte sie.Damit hatte er es aber getroffen; die Riesen waren erlöst und wurden dreiKönigssöhne und die schöne Blume wurde zu Jettchen, ihrer Schwester, diesich in die Blume verwünscht hatte. Da sprach Johann zu ihr: »Nun willich dich auch nie und nimmer wieder vergessen, so lange ich lebe«, und dashat er treulich gehalten bis an sein Ende.
24. Das verwünschte Schloss.
In alter Zeit ist mal ein Edelmann gewesen, der hatte einen großen,schönen Wald und vieles Wild darin, aber alle seine Jägersburschen, die ernoch gehabt hatte, wenn sie ausgingen, in dem Wald zu jagen, so kamen sienicht wieder zurück, so daß zuletzt keiner mehr bei dem Edelmann in Dienst
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Nach langer Zeit kam endlich mal wieder ein junger, hübscher Burschezugereist, der stellte sich dem Edelmann als Jäger vor; da sagte ihm der Edel-mann, wie es mit dem Walde bestellt wäre, und daß noch keiner wiederdaraus zurückgekommen sei, aber der Bursche bat so viel, er möchte ihn dochannehmen, daß er ihn zuletzt doch in seinen Dienst nahm.
Gleich den andern Tag sattelte der Jäger sein Pferd und zog zum Jagenin den Wald hinein. Nicht lange war er geritten, so sah er auf einmal dichtvor sich elf prächtige Hirschkühe und einen prächtigen Hirschbock der trugein Geweih von purem Golde. Da faßte den Jäger ein heftiges Verlangen,dem wunderbaren Hirsche zu folgen, daß er ihn womöglich erjagen mochte;darum trieb er sein Pferd zu raschem Laufe an. Die zwölf Hirsche aber alser ihnen nachsetzte, sprangen eilig davon; und zuletzt wurde der Wald sowüst und dicht, daß er die Hirsche ganz aus den Augen verlor und sich ver-irrte. Mit dem, so brach auch die Nacht herein. Da stieg der ager aufeinen hohen Baum und sah von da aus der Ferne her ein Licht schimmern.Ms er nun in der Richtung, wo das Licht herschien, water ritt so kam eran einen großen Pferdestall, darin brannte die Stallaterne, und das war dasLicht gewesen, welches er von dem Baume aus hatte schimmern sehen. Daband er sein Pferd wie die andern Pferde in den Stall.
Der Pferdestall gehörte aber zu einem Schlosse, das stand nicht weit davonund als der Jäger da hineinging, so fand er alles aufs schönste eingerichtet,aber es war ganz still darin und kein lebendes Wesen zu hören und zu sehen.Nun stand da ein Schrank voll schöner Lesebücher, da "ahm der Jager einsvon in die Hand, um sich die Zeit zu kürzen. Mit einem Male so wurdeeine Stimme wach, die rief: »Was beliebt?« »Ei!« sprach der Jager, »wenns
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