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Ut oler Welt : Volksmärchen, Sagen, Volkslieder u. Reime
Entstehung
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die ihre Tochter in ein unvernünftiges Thier verwünscht hätte. Da sprang dieStiefmutter auf von ihrem Stuhle und war ganz verblendet und schrie: »Dieverdient, daß sie in ein durchnageltes Faß gesteckt und darin so langegewälzt wird, bis sie todt ist.« »Du hast dir selbst dein Unheil gesprochen,du Hexe!« rief der Jäger und ließ seine Frau herein in die Stube treten.Wie das die Hexe sah, daß sie verrathen war, ward sie kreideweiß vor Schreckund stürzte der Länge nach auf den Boden hin. Da wurde sie in ein Faßgesteckt, welches mit eisernen Nägeln durchschlagen war; das wurde auf denhöchsten Berg gebracht und da hinabgerollt. So hat die Hexe ihren ver-dienten Lohn erhalten.

II.

Märlein vom Schafbock, Kuh und Ziegenbock, welche im Walde in einWolfshaus kamen. (Vgl. Bremer Stadtmusikanten von Grimm.)

12. Kükeweih.

Heuneken un häneken, däi breuen beer. Do säi dat häneken täo denheuneken: »Heuneken, ga äis henut un smecke dat beer.« Do gung heunekenhenut un slog up dat fatt un keek in dat beer un fäll'r henm. Anse nuheuneken säo lange ute bleef un gar nich weer kämm, do säe dat hänekentäo seck sülbest: »Eck mot doch äis täo kieken, wo min heuneken blint«, ungung henut in de küeken, da lag heuneken in den beere un was ganz mattund all half dote. Do nam häneken dat heuneken un dräog et henut in dengaaren un henge et up den hagen in de sünnen. Mittlerwile dat hänekenweer in dat huus egahen was, kämm de kükeweih un hale dat heunekenweg. Anse nu häneken weer herut kämm un wolle na sinen heuneken saien,was min leiwet heuneken wäge. Do woord häneken ganz bedreuwet un spannsinen wagen an un före in de wie weit, ümme sin heuneken tao seuken.Ünnerweges begegne ohne ne neihnateln, de säe, of sä woll mehe upsittenkönne. »Ja woll«, säe dat häneken, »sette di fär up, dat du achter nich herdalfällst.« Danach kämm en mühlstein un sette seck ok mehe up. Nich lange,säo keimen se an den kükeweih sin huus, däi was nich inne. De mühlsteinlähe seck up den riegel, de neihnateln Stack seck in dat stäolkissen un dathäneken flog up kükeweih sinen heunerwiben, wo sin heuneken was. Ansekükeweih nu inkamm un wolle seck up sinen stäol selten, do stack'n de neih-natel; do wolle häi henut lopen, aberst de mühlstein fölle'n up n kopp unsleug en dot Nu sette seck häneken mit sin heuneken weer in sinen wagenun föhren na huus. Un wenn se noch nich 'estörben sind, säo leiwet sevan dage noch.

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