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Ut oler Welt : Volksmärchen, Sagen, Volkslieder u. Reime
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»Alheidl

Sühst du nich, wat dar in der fore geit?«Awerst Alheid keek sick nich ümme un antwore nix ans:»Tatterattatt, tatterattatt!Ette wat, ette wat!«Dat schölle säo viäl häiten ans: kör hen, kör her! ek säie nix!Mit dessen was de voss ganz dichte herbi ekuomen; un Gerdmann räiptäon drüdden male:

»Alheid!

Sühst du nich, wat dar in der fore geit?«Un de goos antwore weer:

»Tatterattatt, tatterattatt!Ette wat, ette wat!«In densülbigen ogenblicke Sprung de voss täo un packe mine läibengoos bi'n hals. Do fong se an täo schräin un räip: »Gerdmann, Gerdmann,help mi doch! Sühste nich, wo häi mi ritt, wo häi mi tüht?!«

»Recht di dat, recht di da at!« räip Gerdmanii, breede sine flitke utun streek aber dat feeld hen na sinen dörpe hentäo.

Dat, min junge, is de geschichte van den kläoken ganten Gerdmann un derdummen goos Alheid.

Gerdmann und Alheid

(hochdeutsch).Gerdmann der Gante und Alheid die Gans gingen mal in der Herbstzeitaufs Feld hinaus. Gerdmann, der vorsichtige, blieb auf dem hohen Rückendes Ackers, von wo er weit umher sehen konnte, während Alheid in der tiefenFurche fraß, weil da die grünsten Spiere standen. Als nun der Fuchs herangeschlichen kam, rief Gerdmann warnend:

»Alheid,

sühste nich, wat dar in der fore geit?«Doch Alheid schnatterte sorglos:

»tatterrattat!

ette wat, ette wat.«Inzwischen schlich der Fuchs immer näher. Zweimal noch vergebens erhobGerdmann seine warnende Stimme. Jetzt sprang der Fuchs zu und packteAlheid beim Halse. Da schrie sie kläglich:

»Gerdmann, Gerdmann, sühste nich,

wo häi mi ritt, wo häi mi tüht?«Aber Gerdmann rief:

»Recht di dat, recht di dat!«breitete seine Fittiche aus und flog ins Dorf zurück.

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