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reinlichkeit, die ja bei halbnaktem Körper geschehen muss, dadas Hemd nachgesehen wird, auf dem eiskalten Flur geschieht.Und dabei könnten viele Herbergen zur Heimat gewiss manchesMenschliche mehr leisten. Werden doch ihre Defizite durch Kol-lekten gedeckt. Doch sind sie oft durch angeschlossene Lokali-täten der Jünglingsvereine belastet, und so stellt sich ihre Mus-terpreiskarte so dar, wie die kleinerer Gastwirtschaften, z. B.:
1 Tasse Kaffee.......5 Pfg.
1 Butterbrot.......10 Pfg.
Mittagsessen, bestehend aus Suppe, Gemüse und Fleisch
— oder Suppe, Kartoffeln, Sauce und Fleisch 30—35 Pfg.
1 Salzhering.......10 Pfg.
Lagerbier . . . ' 3 /i 0 Ltr. 10 Pfg., */io Ltr. 15 Pfg.
1 Bett......15, 20 bis 50 Pf.
Diese Preise entsprechen durchaus denen kleinerer Gastwirt-schaften. Das Essen wird auch nicht knapp zugemessen. Aberes fehlt ihm nur zu oft an Kraft und Schmackhaftigkeit. Darumgehen vielfach die Wanderer in andere Lokale, um sich dort sattzu essen. In bestimmten Fällen, wenn das Geld knapper wird,benützen sie jedoch gern die Speisenkarte der Herbergen, da dieQuantität reizt. Und im übrigen ziehen alle Wanderer die Her-bergen zur Heimat wegen der nur selten fehlenden grösserenKeinlichheit, Sicherheit und Ordnung den übrigen Herbergen vor— wenn ihnen nicht etwa Gewerkschaftsherbergen zur Verfü-gung stehen, in denen Sicherheit, Ordnung und Reinlichkeit jaauch üblich sind, dazu aber noch einige andere wesentliche Dingekommen, die später geschildert werden.
Wie sich das Leben in diesen Herbergen zur Heimat ab-spielt, ist nach diesem Vorhergesagten leicht zu denken. Dochsoll es hier wegen mancher Eigenarten kurz skizziert werden.
Ein buntes Schild mit schwarzem, weissumrandeten Kreuzzeigt dem Wanderer an, dass er sich vor einer Herberge zurHeimat befindet. Tritt er ein, so sitzen in dem Gastraum etwa40—60 Männer an langen Tischen. Einige spielen harmlose Ge-sellschaftsspiele, andere lesen in alten Familienblättern, die Mehr-zahl aber sitzt müde, stumpf und abgespannt herum. Neuhinzu-kommende geben, wenn sie ein Ränzel oder einen Packen haben,ihn dem aufsichtführenden Bruder am Schanktisch. Gegen Abendwerden die Schlafmarkeii ausgegeben. Der „Vater" nimmt dieLegitimationspapiere der Gäste an sich, und gegen 3 / 4 9 Uhr wer-den Gesangbücher verteilt und der Herbergsvater hält eine kurze