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Abendandacht. Dann gehts die Treppe hinauf nach den Schlaf-zimmern, und die Reisenden kriechen auf ihr Lager. Am Mor-gen um 6 Uhr kommt der Bruder oder der Hausknecht, schlägtgegen die Tür, ruft laut „Aufstehen!" und zieht denen, die nachfünf Minuten noch nicht heraus sind, die Decken fort. Auf demFlur stehen einige Waschschüsseln, und daneben hängen mehrereHandtücher. Nachdem sich die Reisenden gemeinsam angeklei-det, gehen sie auf den Hof, wo sie sich beim Hausdiener füreinen Pfennig Bürsten und Wichse für die Stiefeln leihen können.Und dann wird im Wartezimmer, nachdem sich jene, die nochetwas Geld haben, Kaffee und Semmel gekauft, die Morgenan-dacht gehalten. Ist der Kaffee ausgeschlürft, wandern die mei-sten weiter.
Zu all dieser Fürsorge, die sich in den Herbergen zur Hei-mat bis jetzt geäussert hat, ist nun noch eine Institution ge-treten, die bei der Beschaffenheit mancher Wanderer und bei derLage, in der sich viele Wanderer befinden, von einem anzuer-kennenden Wert ist: die deutsche Herbergssparkasse.
Einige ihrer Paragraphen lauten : Die Sparkasse hat denZweck, den in den Herbergen zur Heimat verkehrenden Personen(Herbergsgästen) in jeder Herberge zur Heimat und zu jeder Zeiteine leicht benutzbare Gelegenheit zu bieten, Ersparnisse, auchim geringsten Betrage, zu sammeln, im Notfalle dagegen zu jederZeit und in jeder Herberge zur Heimat von den Ersparnissen Ge-brauch machen zu können.
Die Einlagen geschehen durch Einkleben von Sparmarken inein von der Sparkasse geliefertes, mit laufender Nummer ver-sehenes, auf den Namen des Berechtigten lautendes und von die-sem durch Unterschrift vollzogenes Sparheft, das in jeder demSparkassen - Verbände angehörigeu Herberge zur Heimat zumPreise von 20 Pfg. bezogen werden kann. Ein solches Sparheftist in allen genannten Herbergen für Einlagen und Rückzahlungengleichmässig gültig.
Die Sparhefte lauten nur auf den ersten Einleger und sindunverkäuflich und unübertragbar.
Die Sparmarken sind bei den Hausvätern solcher Herbergenin Stücken von 10 Pfg.. 50 Pfg., 1 Mk. und 10 Mk. käuflich.
Die Rückzahlungen geschehen in der Regel vormittags; sieerfolgen durch Eintausch der Sparmarken gegen bar in jeder demSparkassen-Verbände angeschlossenen Herberge zur Heimat. —Hierbei werden die eingeklebten Marken durch den die Zahlung