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Baron Sloet möchte Sauceborg als Savceborg lesen unddieses für gleichbedeutend mit Saffenberg halten. Bedburg, bl. 42.Dagegen erheben sich jedoch folgende Bedenken:
1. Kommt unseres Wissens in Urkunden des 12. Jahrhundertsfür Saffenberg nirgends die Benennung Savceborg vor,sondern nur, wie aus Sloet's Urkundenbuch selbst erhellt,Saphen-, Saphin-, Saffenberg und Saffenburg.
2. Tritt in der Geschichte der Grafen von Saffenberg wederein Graf Gevehard noch eine Aleidis auf. Vergl. Annalendes hist. Vereins XXIV, 183—188, und Stammtafel S. 194
3. Gehörten die von Köln lehnsrührigen Grafen von Saffen-berg, deren männlicher Stamm um 1174 erlosch, wohl zuden Nobiles der Kölner Kirche, aber nicht zu den Nobi-lissimi des Deutschen Deiches, von welchen Aleidis ur-kundlich abstammt.
Versuchen wir es mit einer anderen Conjektur. lieber dieBeilegung des fraglichen Streites durch den Grafen Diedrich VIIvon Holland scheint, wie Sloet bemerkt, eine Urkunde entwedergar nicht aufgenommen oder aber verloren gegangen zu sein,so dass man für nöthig erachtete, die später im Jahre 1206darüber gemachte Verhandlung durch die Gräfin Aleidis, Wittwedes genannten Grafen von Holland und Tochter unserer Aleidis,besiegeln und durch mehrere Clevische Adelige bezeugen zulassen. Der dabei fungierende Schreiber schrieb nun ursprüng-lich Sauceborg und corrigierte dies in Saucebach, indem erüber borg bach schrieb; entweder hatte er sich verschriebenund corrigierte sich selbst, oder aber wurde er beim Vorlesender Verhandlung von der Gräfin und den Zeugen auf den Irrthumaufmerksam gemacht; jedenfalls dürfen wir Saucebach, wennnicht Sautebach, als die richtige Lesart ansehen. Vergegen-wärtigen wir uns nun, dass der Akt, wenn nicht in Cleve selbst,dann doch in der Grafschaft gefertigt wurde, und dass es eineEigenthümlichkeit des Clevischen und Niederländischen Dialektsist, das 1 nach a und o, besonders vor den Zungenconsonantend, t, z in u zu verwandeln, — es sei nur an Salz, Salt, Zout,an Holz, Holt, Hout, Wald, Wout erinnert —, so ergibt sich inunserem Falle Salce- resp. Saitebach oder urkundlich Sulze-bach, Sulcipah, Sulzpah, Sulzbach (Vergl. Henr. de Lang, Hegest.1132—1179, vol. I, p. 150, 304, 220), lateinisch Solisbacum.
Die Geschichte der Grafen von Sulzbach in der Oberpfalzspricht entschieden für diese Conjektur. Graf Berengar vonSulzbach, der 1167 vor Born im Lager des Kaisers FriedrichBarbarossa am Fieber starb, hlnterliess aus seiner Ehe mit