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Urkundlich steht fest, dass Aleidis ans den edelsten Ge-schlechtern entsprossen ist, und dass ihr Vater GevehardGraf von Sauceborg oder Saucebach war. Dies bezeugen:
1. Ihr Sohn Diedrich V, wenn er in einer Urkunde, die, wiesich aus dem Folgenden ergibt, vor dem Jahre 1191 aus-gestellt worden ist, sagt: Ego Theodericus, comes in Clive,denuntio . . ., quod . . mater mea, nobilissimis ortanatalibus, quedam . . . ecclesie beate Marie in Bedeburdevotissime obtulit. Sloet, Oork. 372. Vergl. Lac. I, 515.
2. Der ihr befreundete Abt Gerardus I von Camp, 1184—1204,indem er in dem Verzeichniss der von ihr der Abtei zu-gewandten Schenkungen notiert: in ea (missa) vero prodefunctis patris ejus comitis Gevehardi et comitis Theo-derici specialiter (memoriam faciemus). Lac. I, 515.
3. Eine das Kloster Bedburg betreffende Urkunde von 120R,worin sie als Domina Aleydis de Sauceberg resp. Sauce-bach, comitissa clevensis, aufgeführt ist. Sloet, Bedbur,N. 11.
Diesen urkundlichen Nachrichten gegenüber sind die älterenChronisten mit ihren Angaben über die Herkunft der Aleydisabzuweisen, so Gert van der Schuren, S. 51, Teschenmacherp. 217, Jongelin, not. abb. II, 5 und Dithmar, p. 217, N. 2, welcheAleydis der Reihe nach für die Tochter eines Herzogs vonBaiern, Gottfried's des Bärtigen, Herzogs von Niederlothringen,des Grafen Gevehard von Hennenberg und des Grafen Diedrich VIIvon Holland erklären, indem Dithmar den Grafen Diedrich IVvon Cleve mit Diedrich V verwechselt.
Von Knapp I 274 abgesehen, der in demselben Athemzuggesteht, es lasse sich nicht bestimmen, welchem FürstenhauseAleidis angehört habe, und unmittelbar darauf den Grafen Flo-rentin VII von Holland (sie!) den Schwiegervater ihres Gemahlsnennt, gibt in neuester Zeit Domkapitular Tibus (Die PfarreCleve, Stammtafel) ohne irgend einen Beleg die Aleidis für eineTochter des Grafen Gevehard oder Gerhard von Valkenbergaus. Allein es ist nicht abzusehen, wie aus dem urkundlichenSauceborg oder Saucebach sich Valkenberg herstellen lässt;auch heissen die beiden ersten bekannten Grafen von Valken-berg, die hier allein in Betracht kommen können, nicht Geve-hard oder Gerhard, sondern Gosswin senior, der zwischen 1128und 1152, und Gosswin junior, der 1255 urkundlich auftritt. Sloet,248, 249, 278. Damberger, Synchron. Gesch. VIII, 524 und 531,und dessen Kritikheft zu VIII, 65.