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Auf der linken Rheinseite kommen die Warthügel an ^römischen Heerstrassen ebenfalls häufig vor, obgleich sie dort \jetzt eben so wenig beachtet worden, wie auf dem rechten Uf etund manchmal für ungewöhnlich hohe Grabhügel gehalten wordjsind; sie sind auch liier meistens von Alterthümern begleitet, m,es ist bemerkenswerth, dass da, wo die Warten fehlen, diese A|terthümer sich in denselben regelmässigen Entfernungen aneiniderreihen, woraus auch hier auf das ehemalige Vorhandensein deWarten geschlossen werden darf. Ich habe bereits in meinem 2iBerichte an die Commission zur Erforschung und Erhaltung diKunstdenkmäler zu Berlin darauf aufmerksam gemacht, dass das Vjikommen ausgedehnter römischer Ruinen, die auf eine grosse Wothabenheit der Besitzer schliessen lassen, in Gegenden, die gegawärtig noch dem Anbau widerstreben, keineswegs auf eine e|sprechende, in der damaligen Zeit stattgefundene Bodencultur sehlitsen lassen, indem solche Anlagen nur durch militärische Rücksichthervorgerufen waren; ein Gleiches gilt von den zahlreichen dtHeerstrassen folgenden Ruinen einzelner Gebäude, die ihre Anlajden zahlreichen Warten verdanken, und keineswegs eine entsptchende Romanisirung des Landes beweisen, wenn sie auch auf iBodencultur nicht ohne Einfluss bleiben konnten. Wenn inferner die archäologischen Karten des römischen Zehentlandes nä]betrachtet, so finden sich auch hier die Warten und mehr noteinzelne römische Gebäude in regelmässigen Abständen diRömerstrassen entlang; man hat auch hier auf diese Erscheint!]nicht die gebührende Rücksicht genommen, woher es kam, diman zuweilen die den Strassen angehörigen Befestigungs- 1Signallinien für römische Limites gehalten hat. Dies ist z. B. aidem Odenwald, in der Strecke von Ober-Mudau über • Schlossibis (Jbernburg der Fall: hier zieht eine römische Militärstrasüber den hohen und flachen Bergrücken bis zum Main hinalund diese Strasse ist in regelmässigen Entfernungen mit Castelleund in Entfernungen von je 1000 Sehr, mit Warthhürmen besetida man nun gewohnt war, solche Castelle und Warten an derPfalgraben aneinandergereiht zu finden und das ganz gleichmässijVorkommen derselben an den römischen Militärstrassen nicht, kam«oder nicht beachtete, so glaubte man hier einen römischen Lira.vor sich zu haben, obgleich bis jetzt keine Spur eines Pti