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Local-Forschungen über die alten Heerstrassen und Schanzen auf der rechten Rheinseite der Provinz Rheinpreußen und in Westfalen
Entstehung
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Die Ueberreste der Warten, in ihrer einfachsten Form,bilden fast sämmtlich bis zu 4 m. höhe, vierseitige Erdkugel, (inder Regel mit stark abgestumpften Ecken), deren völlig geebneteobere Fläche bis zu 26 m. Durchmesser hat. An diese einfachenWarthügel schliessen sich diejenigen an, welche an ihrem Fussevon einem Graben, auf den meist noch eine glacisartiger Aufwurffolgt, umgeben sind. Der Graben hat im Verhältnis« zu seinergrossen Breite nur eine geringe Tiefe, und ist in der Regel nochjetzt mit Wasser gefüllt, Die Hügel liegen stets ganz nahe anFlüssen oder Bächen, und man gewahrt noch zuweilen deutlichdie Vorrichtungen, welche dazu dienten, das Wasser in die Grä-ben hinüberzuleiten. Einige wenige Warten sind blosse auf An-höhen gelegene kleine Ringwälle. Ueberhaupt aber ist die Con-struetion der Warten an den Heerstrassen dieselbe, wie derjenigenan den Grenzwehren, nur dass diese nicht selten noch mit einerBurg (Zufluchtsort) verbunden sind, was bei jenen niemals derFall ist. Ebenso stimmen die Warten an den Heerstrassen mitdenen an den Grenzwehren darin überein, dass sie gleichfalls inregelmässigen Abständen von einander liegen; die gegenseitigeEntfernung beträgt, genau so wie bei den Grenzwehren, 1000Sehr. =500 röm. Schritt = V2 1- öm. Meile. So z. B. liegen dervon Haltern über Lünen die Lippe hinaufführenden Strasse entlang,in der Nähe des letzteren Ortes, drei Warten neben einander, jedesmalgenau 1000 Sehr, von einander entfernt; an derselben Straase, beiVirraum, liegen wiederum drei, in je 2 X 1000 Sehr. Entfernung,und an der über Bork führenden Verbindungsstrasse zwei, eben-falls 2 x 1000 Sehr, von einander entfernt. An dem von Bonnnach Waldbröhl ziehenden Heerwege liegen bei Niederpleis zweiWarten 2x 1000 Sehr, von einander, ebenso an der dem Rheine ent-lang ziehenden Strasse drei Warten, beim Hause Hagen-, beiDümpten und bei Düssern, jedesmal in Abständen von 3x1000Sehr. Bemerkenswerth ist ferner, dass die Warten öfters von ger-manischen Gräbern und römischen Ziegelfragmenten begleitet sind;auch rindet man die Gräber überhaupt, ausser an den Grenz-wehren, fast nur an den Heerstrassen, und manchmal in ebensolchen regelmässigen Entfernungen, wie die Warten, woraus manvermuthen darf, dass auch hier einst Warten vorhanden waren-