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Local-Forschungen über die alten Heerstrassen und Schanzen auf der rechten Rheinseite der Provinz Rheinpreußen und in Westfalen
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des vorigen Jahrhunderts, wie wir sie oben bereits für unsreGegenden gegeben haben. Auch der von Vetter angeführte Fall,dass diese Wege manchmal durch Felsen gebrochen sind, kömmtbei uns vor, wie z.B. die über Gladbach und Anhausen, nördlichvon Neuwied, führende Strasse zeigt: während die Römerstrasseunter dem NamenHeidenweg" den steilen Berghang hinterGladbach grade hinaufzieht, ist die Strasse des vorigen Jahrhun-derts an dem östlichen Abang durch Felsen gebrochen, und diejetzige Chaussee zieht sich in vielfachen Krümmungen um denwestlichen Abhang herum. Paulus gibt an, dass diese Wege,welche erBotenwege" nennt, nur da angelegt seien, wo dieHauptstrassen Umwege zu machen gezwungen waren, um inschnurgerader Richtung von einem Hauptort zum andern zu ge-langen. Nach Vetter machen diese Strassen also Umwege, undnach Paulus bewirken sie Abkürzungen; wie ich oben gezeigt,thun sie bei uns bald das Eine, bald das Andere, je nachdemes ihr jedesmaliger Zweck erheischte, und characterisiren sichnicht nur hierdurch, sondern auch durch ihre Bauart und gerin-gen Dimensionen als spätere Anlagen.

Gleichwie sich die Ueberreste der ursprünglichen römischenStrassenanlagen durch die zweite und dritte Periode unverkennbarhindurchziehen, so finden wir sie auch noch in der letzten,nämlich bei unsern jetzigen Chausseen da, wo diese auf ältereStrassen gelegt sind, vor. Hier kommen zuweilen sowohl die beidenSeiteuwälle als auch der Hauptdamm, bald allein, bald mit Restender Seitenwälle vor, je nachdem die Chausseeanlage an einzelnenStellen von der ursprünglichen Strasse abweicht, und diese mehroder minder gut erhalten neben derselben liegen geblieben ist.Paulus macht daher mit Recht darauf aufmerksam, dass viele dernoch im Gebrauche gebliebenen Strassen auf Römerstrassen gelegtsind, und es nicht genügt, die Reste von längst, aufgegebenenStrassen zu erforschen, sondern die Untersuchungen auch auf diegegenwärtigen Landstiassen auszudehnen sind. Da die schon soviele Jahrhunderte andauernden Veränderungen nnd Zerstörungender Strassenreste noch täglich immer weiter fortschreiten, so werdeich die noch vorhandenen Ueberreste, von welchen bis jetzt imGanzen 188 Profilaufnahmen erfolgt sind, auch bei den nochfernerhin zu entdeckenden Strassenzügen zu fixiren suchen, um die