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Local-Forschungen über die alten Heerstrassen und Schanzen auf der rechten Rheinseite der Provinz Rheinpreußen und in Westfalen
Entstehung
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mehr aus Dämmen, die bei dem abschüssigen Terrain durch dasWasser bald weggespült, worden wären, und auch an und fürsich nicht nöthig waren; die Dämme treten aber sogleich wieder auf,sobald die Strassen auf ein weniger abschüssiges Terrain gelangtsind. Ich habe schon vor mehr als dreissig Jahren solche, ausSteinplatten ausgeführte Strassenpflaster auch bei römischen Strassenin Elsass-Lofhringen da, wo sie steile Anhöhen ersteigen, nach-gewiesen. Der Oberstl. Schmidt hat damals mit grosser Ent-schiedenheit behauptet, das Strassenpflaster am Odilienberge beiStrassburg könne darum nicht römisch sein, weil es ausserhalbItaliens keine wirklich gepflasterten Römerstrassen gebe. Gegen-wärtig ist die römische Strassenkunde in den verschiedenen Ge-genden am Rhein wenigstens so weit vorgeschritten, dass es derWiderlegung einer solchen Behauptung nicht mehr bedarf.

Es scheint mir nicht zweifelhaft, dass die römischen Militär-strassen in allen Provinzen des römischen Reiches diesseits derAlpen im Allgemeinen ein und dieselbe Construetion besessenhaben, was jedoch in den verschiedenen Ländern nur durch eineausgedehntere und cletaillirtere Untersuchung , als sie bis jetztstattgefunden, erhärtet werden kann. Es ist mir sogar wahr-scheinlich , dass es auch in Italien, namentlich in dem nörd-lichen Theile, im Alterthume viele Heerstrassen gab, welche,Wie bei uns, nicht, bloss die dammartige Anlage, sondernauch die beiden Seitenwälle besassen. Mein Aufenthalt in Italienwar leider zu kurz, um hierüber Untersuchungen anstellen zu können;ich konnte nur die Strassen in und um Rom, namentlich dieVia Appia, die ich bis zum 7. Meilensteine verfolgt habe, näherkennen lernen, und muss mich darauf beschränken, aus meinergeringen Belesenheit in den alten Schriftstellern anzuführen, dassdie Seitenwälle im Alterthume den Namenlimites viae" geführtzu haben scheinen, was zu prüfen den Philologen überlassenbleiben muss. Ich füge nur noch hinzu, dass es eine Zeit gab,wo die Archäologen, denen die Appische und ähnliche Strassenin Italien aus eigener Anschauung bekannt waren, in dem Glau-ben verharrten, es müssten alle Römerstrassen dieselbe Bauartgleich jenen besessen haben, bis die Localuntersuchungen in denProvinzen sie eines Andern belehrten; ganz in gleicher Weisegibt es jetzt Altertumsforscher, die sich von der Meinung nicht