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Der römische Pfahlgraben von der Wetter bis zum Main : nach eigenen Lokaluntersuchungen dargestellt
Entstehung
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mit den Landwehren des Mittel- und Niederrheins überein-stimmen; so werden wir unsere frühere Aeusserung nochdahin erweitern dürfen, dass es gar nicht einmal wahr-scheinlich ist, dass jene Fragmente von Wällen undGräben in einer einzigen fortlaufenden Liniedie Fortsetzung des Limes auf dem jenseitigen Mainufergebildet, dieselben vielmehr nichts Anderes, als Theile vonLandwehren sind, die, gleich den übrigen zahlreichenGebückgräben am Mittel- und Niederrhein, zusammenhängendeSysteme gebildet, deren nähere Erforschung freilich nichtweniger wichtig ist, als die des römischen Pfahlgrabens.

Fassen wir endlich den bemerkenswerthen Umstandins Auge, dass der ganze grosse Landestheil zwischen einerLinie von Hungen nach Gross - Krotzenburg einerseits, unddem vorgeblichen Limes andererseits, nicht die mindesteSpur von römischenAnsiedlungen aufzuweisen hat,jener vermeintliche Limes also zur Begrenzung und zumSchutze eines Gebietes angelegt wäre, das gar niemals vonRömern bewohnt war; so nehmen wir keinen Anstand , beidieser Gelegenheit es auch noch für ganz unwahrschein-lich zu erklären, dass überhaupt in der angegebe-nen Richtung jemals ein römischer Limes be-standen hat." *)

*) Vgl. A. Duucker, Beiträge zur Erforschung und Geschichtedes Pfahlgrahens. Kassel 1879, und E. Hühner in d. Bonner Jahrhh.LXVI, S. 13 ff.