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Der römische Pfahlgraben von der Wetter bis zum Main : nach eigenen Lokaluntersuchungen dargestellt
Entstehung
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§2.

Von der Wetter bis zum Riesengraben.

Der vom Taunus her in einem grossen Bogen nördlich vonGrüningen ziehende Pfahl graben endet nahe am Rande desArnsburger Waldes, ungefähr 200 Schritte von der Chaussee, dievon Arnsburg nach Lieh führt: seine Richtung durchschneidet dieChaussee zwischen Nummerstein 64 und 65, und man erkenntnoch in den Feldern die Spuren in einem breiten Grasraine bisdicht an die Wetter. Jenseits der Wetter sind an dem unternAbhänge des steilen bewaldeten Berges alle Reste geschwunden,und treten erst gegen die Mitte immer deutlicher auf; man ge-wahrt den Wall und Graben am deutlichsten auf der Höhe amW ett er berge, wo er an einem dem oberen Rande des Bergesentlang ziehenden Fahrwege endet. Hier hat der Wall eine Höhevon 1 m , die Breite der Wallkrone sowie der Grabensohle be-trägt ebenfalls 1 m und man bemerkt hinter dem Wall nocheinen zweiten Gräben von geringer Tiefe , wie dies auch ander-wärts am Pfahlgraben öfters vorkömmt. Jenseits des obengenann-ten Fahrweges hören die Spuren im Walde eine kurze Streckeauf, dann findet man nur noch den blossen Graben, der sich infast südlicher Richtung zuletzt nahe am Waldrande bis zu deralten Klostermauer von Arnsburg verfolgen lässt, wo er andem Hardtfelde endigt. Wall und Graben sind in der Umge-gend unter dem NamenPohlgraben" allgemein bekannt.Wer die vorbeschriebenen Ueberreste kennen lernen will, wirdzunächst den genannten Fahrweg am Wetterberge aufsuchen, woer das erste Stück antrifft, das sich den Abhang hinab bisnach der Wetter verfolgen lässt. Das zweite Stück kann amsichersten vom Hardtfelde aus in nördlicher Richtung durch denArnsburger Wald begangen werden. Da in Lieh derPohlgraben"an den bezeichneten Stellen wohlbekannt ist, so kann man auchvon dort sehr leicht einen Führer erhalten. Bei Arnsburg,wo viele römische Alterthümer gefunden wurden, lag sehr wahr-scheinlich ein römisches Castell an einer den Pfahlgraben durch-schneidenden Römerstrasse.

In der weiteren Fortsetzung, von Arnsburg an, sind in dendortigen Ackerfeldern alle Spuren geschwunden; nach den später