Druckschrift 
Local-Forschungen über das alte Grenzwehrsystem auf der rechten Rheinseite der Provinz Rheinpreußen und in der Provinz Hessen-Nassau
Entstehung
Seite
6
Einzelbild herunterladen
 

Ergebnisse für die Bezirke 3. und 4. Ordnung festzustellen. Aberüberraschend treten dieselben Verhältnisse wiederum bei dem zwei-ten grossen Bezirke, der von Walsum bis Hittorf hinaufreichthervor: derselbe hat 12*/ 2 Q.-M. Flächeninhalt und seine Ein-schlüsse 2.0. sind je l^Q.-M. gross, so dass derselbe wiederumgenau in zehn Unterabtheilungen zerfällt, da 10 xl 1 ^ = 12 1 /Q.-M. ist. Von dem von Hittorf bis Rbeinbreitbach hinaufziehen-den Bezirke 1. 0. ist nur ein einziger Einschluss 2. 0. bis jetztgenau bestimmt; derselbe misst l J / 4 Q.-M., was wiederum, wennman auch hier solcher Bezirke, zehn annimmt, mit dem bereits an-gegebenen Flächeninhalte von ungefähr 12 Q.-M. sehr genau stimmt.

Bevor ich zur Erörterung des Laufes der Grenzwehren vomSiebengebirge rheinaufwärts, die ich als die oberrheinischenbezeichnen will, übergehe, erscheint es zweckmässig, einige frühereAnsichten über den Lauf der bisher betrachteten nie der rheini-schen anzuführen, um dieselben mit den bisherigen Auffassungenüber die oberrheinischen in vergleichende Beziehung setzen zukönnen. Ausser einigen dürftigen Nachrichten über Landwehrenbei Wesel von Prof. Fiedler besitzen wir recht verdienstlicheMittheilungen über niederrheinische Grenzwehren von dem K.Friedensrichter a. D. A. Fahne auf Fahnenburg bei Düsseldorf 1 )Fahne geht von der Voraussetzung aus, dasseine Schutzwehvvon den Niederlanden ab bis zur Donau in ununterbroche-nem Zusammenhange" bestanden habe, und lässt dieselbezunächst von Emmerrich über Ysselburg, Ringenberg bis Lak-hausen und dann ostwärts bis Schermbeck gehen. Von den ver-schiedenen Armen, welche von dieser Grenzwehr nach dem Rheinehin laufen, ist ihm nur einer bekannt geworden, den erdie in-nere Landwehr" nennt. Hätte sich der Verf. weniger auf die Kar-ten beschränkt und den Untersuchungen an Ort und Stelle mehrZeit gewidmet, so würde er solcherinneren Landwehren" einegrosse Zahl gefunden haben, die zum Theil noch besser erhaltensind, als die in den Karten vorhandenen, und er würde dann er-kannt haben, dass diese verschiedenen Zweige unter einander undmit der von ihm beschriebenen Linie in engstem Zusammenhange

1) Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins, IV , 1 ff.