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Karl übergibt seinem Sohne Ludwig die Krone.
Wie an heissen Sommertagen
Lautlos ruht das weite Land,
Wies' uud Wald und duft'ge Ferne
Tiefes klares Blau umspannt,
Nur am Saum des Horizontes
Uns ein Wölkchen, mehr geahnt,
Und ein leises, fernes Murren
An des Sturmes Nahen mahnt:
Also lagen Karls des Grossen
Weite Reiche friedlich da,
Doch er sah die droh'nde AVolke,
Und des Lebens Ziel war nah;
Wenn auch einst in Nord und Süden,
Von Gefahren rings umdroht,
Ihm Gefahr den Muth nur mehrte,
.Teder kühn die Brust er bot —
Und noch jetzt die Macht des Namens
Schreckt der wilden Feinde Trutz :
Fühlt er doch, dass er nicht lang mehr
Bleiben wird des Reiches Schutz.
Ach! und seine besten Söhne,
Die er seiner werth geglaubt,
Hat im Streben kräft'ger Jugend
Neidisch ihm der Tod geraubt;