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4,1,c (1878) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1533 bis 1540
Entstehung
Seite
684
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K84 Mai 1536.

14. Mai, und als Malstatt Eisenach genannt sei. Man habe hierauf bewilligt, daß vr. Capito und M. Nutzerden Tag besuchen; der letztere schreibe aber, wenn die Obcrländischen jemand schicken wollen, so wäre es anvr. Vadian und Heinrich Bullinger oder einem allein genug, was man hieinit zu weiterer Entschließung an-zeigen wolle. St. A. Zürich! A. Rellgionssachc».

2) 1536, 21. April. Basel an Zürich (und die andern evangelischen Orte). Mittheilung des Schrei-bens von Straßburg betreffend den Tag in Eisenach. In Betracht der Wohlfahrt der oberlündischen Kirchen w.,unddaß wir der christenlichen surften und stenden des rychs gelerten versainlungen durch unsere Prediger,(damit) sich (die) mit inen früntlichen und lieplichen besprachen mögen, besuchen füllten", habe man einennahen Tag nach Aarau gesetzt, auf Sonntag den 30. April Abends dort zu erscheinen und Montags in derSache zu handeln. Zürich möge die Angelegenheit gründlich bedenken und insonderheit, wo möglich, seinenBoten Vollmacht geben, in die Sendung Heinrich Bullingers zu willigen. Wenn dies aber, zumal die Zeitzu kurz sei, und die von Straßburg, die schon am 4. Mai verreisen,genug zu reiten" haben, um die Mal-statt zu erreichen, nichterheblich" wäre, so hätten die Gesandten das Ausbleiben wenigstens schriftlich zuentschuldigen . . . Begehren umgehender Antwort und Zusage. St. A. Zürich: A. Religionssachen.

Zu 2. 1) Das zweite Glied dieses Satzes giebt der Berner Abschied so:Ist geverlicher ufsatz, practikund geverligkeit den wenigen, so hinab geschickt würdent, uf der straß ze entsitzen." a, 2. 3) lautet im BernerAbschied:Wite und lenge des wegs, ouch kürze der zit, so dan unmüglich, in solcher schneller yl dise schwärereis zu erstatten." i», 2. 5) fehlt im Berner Abschied. Im Schaffhauser Abschied fehlt », 2. 5) wie im Berncr,dem der Schaffhauser überhaupt mit geringen redaktionellen Abweichungen gleichkommt. Ebenso der Bieler Abschied.

Zu », 3. Dieser Art. ist im Berner Exemplar mit 2 zusammengezogen und lautet einfach so:Und istalso nach erwägen aller Handlung beratschlaget, umb diser nachvolgenden Ursachen willen dismals keine predicanten,noch sunst verordnet ratsboten hinab ze schicken, sonders mit früntlichem zuschriben an obbemelte von Straßburgund an die hochgelerten Herren doctoren Capitonem und Martin Bucer us ze richten." Folgt dann n, 2. 1)4).

Bei dem Abschied liegt das Project eines weitläufigen Schreibens an Straßburg, ä. ck. 1. Mai.Nach Wiederholung der bekannten Motive wird zu bedenken gegeben,daß wir hieby onch lichtlich abnemenmögend, unserer gelerten vilicht nit groß begärens gehept, dwyl sy insonderheit gar nit bescheiden worden,dann einig durch früntlich ansuchen doctor Martin Nutzers, so in dise convention berüft ist, geladen undvociert worden; zu dein wir ouch us ttwerem schriben nit verstanden, (daß ir) ouch üwere gelerten mit be-stimpter legation verordnet, sonders früntlichen bewilliget, den vielgemelten, hochgelerten doctoribus Capitoniund Bucero, ob inen gefellig sin wurde, disers gespräch ze besuchen," u. s. w.

Ebendaselbst befindet sich das Concept einer Missive an vr. Luther samint alle andern Doctoren, Prä-dicanten und Gelehrten der christlichen Fürsten, Stände und Städte, die zu Eisenach am Thüringerwalde ver-sammelt sein werden. Von der Hand des zürcherischen Stadtschreibers ist übrigens angemerkt:Gieng nitus, ward allein uf gfallen der boten zu Arow gestellt." Die Schrift ist vermuthlich ein Vorschlag von Zürich,der aber nicht gebilligt wurde. Wir entheben derselben nur folgende Stelle:So bitten und vermanen wirüch in dem namen Jesu Christi unsers Heilands, ir wellind nach üwerein Höchen verstand, was schaden us üwermißhäll, dargegen ouch was guts, nutz, frucht und Handhabung us üwer einigkeit gemeiner unser cristenlichenkilchen gefolgen mag, darneben ouch, wievil an diser fach und dem thüren Handel Jesu Cristi gelegen, und wasufsächens uf üch sige, erWegen und bedenken und hindangesetzt all fleischlich anfächtungen (ob einiche werind,als wir doch gänzlich nit hoffend) diewyl doch unsers einfaltigen bedunkens villicht meer in worten dann in derhouptsumm zweiung gesehen wirt, einander tugentlich, cristenlich und früntlich hören, berichten, wychen, der ge-schrift und dem geist gottes volgen, ouch unsere Herren und oberen zusampt iren geleerten gehörter eehafterUrsachen halb im besten verantwurt(et), entschuldigt und den Handel gottes allweg trüwlich und von herzen inder warheit bevolchen haben, ouch unserer geleerten usbelyben keiner Verachtung ald anderen Ursachen zu-mäßen dann allein, daß sy gemelt gespräch (dorob sy sunst gar kein schüchen tragend) nit haben mögen erreichen,und üch sunst so früntlich, brüderlich und schidlich gegen einander bewysen, erzeugen und vereinigen, daß gott