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März 1536.
in argen: Sinne zu deuten. Der König sei deßhalb verdächtigt worden, daß er mit ausländischen und lutheri-schen Landsknechten handle, was aber der Kaiser auch thue; es werde jedoch den Eidgenossen zu keinemNachtheil gereichen; er habe nicht in: Sinne, Kaiser zu werden, oder den Kaiser um etwas anzusprechen;wenn aber der Kaiser ihn anfechte, so werde er sich zn wehren wissen. In den VII Orten werde das Ge-rücht verbreitet, als ob der König lutherisch sei, was ihn zun: höchsten schmerze; diese Annahme sei aber nichtin: Geringsten begründet; denn in der „Versammlung" zu Paris habe er offen erklärt, wenn seine Söhnelutherisch wären, so würde er selbst sie verbrennen lasten. Er bitte daher, solchen Verlänmdungen Einhaltzn thun und keinen Glauben zu schenken. Nach alldem möge man den Handel wohl erwägen; er hege übrigensdie beste Hoffnung, es werde des Grafen von Greyerz wegen zu keinen: Kriege kommen, und begehre, daßman ihn: für diesen Fall die Knechte laut der Vereinnng zukommen lasse; denn die Berner haben ihn: schonangezeigt, daß sie mit Rücksicht auf die Wünsche des Königs um des Grafen willen keinen Krieg beginnenwollen. Auf dieses hat man den: französischen Gesandten mündlich geantwortet und ihn ersucht, die VII Ortevor den: König treulich zu verantworten. Heimzubringen.
Der Name des Urner Gesandten aus der Missive seiner Obern an ihn vom 16. März (Donstag nachNeminiscere), K. A. Freibürg: Urner Mission:; die der Freiburger Gesandten aus dortigem RathsbuchNr. 53, von: 11. März.
Zu u.. Im Lucerner Abschiedband (1. 516—17) sind die Voten der sechs Orte in flüchtiger Schriftangedeutet.
Zu d, Ii. 1) Freiburg an seine genannten Gesandten. Heute sei der von Greyerz sammt seinenUnterthanen vor den: Rathe zu Freiburg erschienen und habe gebeten, alle guten Freunde anzurufen, damit dieAngelegenheit gütlich beigelegt werde, weil ein Krieg ihnen unleidlich wäre. Man sei nun der Meinung, daßdie Gesandten die V Orte ersuchen sollen, ihre Botschaft nach Bern zu senden und dort vorzutragen, wieder Graf zu Greyerz und seine Unterthanen, so lange man („wir") Eidgenossen sei, jeweilen mit den Eid-genossen gezogen und nicht wie andere Savoyer zu betrachten seien; auch mögen sie andere Mittel anwenden,damit der Graf ruhig gelassen werdh, Man bemerke ihnen hierbei, daß unter den Unterthanen des Grafeneiniger Zwiespalt walte, wovon sie aber keine Mittheilung machen sollen. Wenn dann die von Bern dennochnicht abstehen wollten, sollen dann die Gesandten bei den V Orten vernehmen, wessen man sich ihrer zu ver-sehen habe, wenn die von Bern etwas Weiteres vornehmen würden, und wie überhaupt der Handel anzu-greisen sei. K. A. Frciburg: Misstvenbuch Nr. IS, k. 04. Die Missive ist ohne Datum, sie steht zwischen zwei andern vom 10. und II. März IKZ0.
2) 1536, 17. März. Freiburg an die sechs Orte oder deren Boten. Von den Gesandten von Freiburgwerden sie über die Lage der Dinge unterrichtet worden sein. Nun sei man neuerdings gewarnt worden,wie die von Bern mit 1500 Mann und grobem Geschütz auf den Montag (20. März) oder noch früher au-geblich gegen das Schloß Chillon ausziehen wollen. Der wahre Plan aber gehe dahin, mit der genanntenMacht nach Murten zu ziehen und sie gegen den Grafen von Greyerz zu verwenden. Würde dann derselbeihnen nicht huldigen und die von Freiburg sich seiner annehmen, so solle dann ein zweiter bereit gehaltener ZugFreiburg angreifen. Man bitte die sechs Orte, zur Ehre Gottes und zum Besten des alten Glaubens sichgerüstet zu halten, ein getreues Aufsehen zu haben und wenn sie erfahren, daß die von Freiburg „an derSach" seien, unverzüglich ebenfalls anzugreifen, denn die von Freiburg seien entschlossen, mit Gottes Hülfedem Grafen beizustehen zc. K.A. Freiburg: Mssivenbuch Nr. IS, r. SS.
Das Datum lautete ursprünglich xxii März. Der obere Theil des zweiten x wurde in ein etwas breites v ver-wandelt. Die Worte in der Abschrift „oder ire boten" sind von anderer Schrift.