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März 1536.
2) 1536, 9. März. Freiburg an Bern. Das Schreiben wegen Vivis und Greyerz habe man erhalten.Da die Gesandten von Bern beglaubten, das in der Antwort von der Stadt (Freiburg) angesetzte Ziel seizu kurz, so daß die von Bern innerhalb demselben nicht antworten könnten, verlangte man, daß die von Bernauch dem Grafen von Greyerz dassZiel verlängern sollten. Auf dieses haben die Gesandten crwiedert, manwerde ihn wegen eines oder dreier Tage nicht gefährden. „Diewil nun wir meer antwort nit erwarten waren,"und einige Räthe von Hause abwesend, so könne man nicht vor dem Samstag antworten. Inzwischen werde,wie man gemäß der von den Gesandten von Bern erklärten Bewilligung annehme, der Graf von Greyerzungefährdet bleiben. K. A. Freiburg: Missivenbuch Nr. IS, r. ge.
4V«.
Lucern. 1536, 8. März (Mittwoch nach St. Fridlis Tag).
Staatsarchiv Lnccrn : Allg. Absch. N, g, t. kso, KantonSarchiv Frciburg: Niieingcbuudeilc Abschiede.
Kantonsarchiv Solothur»: Abschiede Bd. Si.
Tag der VII Orte.
Gesandte: Freiburg. Ulrich Nix; Martin Sesinger. Solothurn. Konrad Graf, des Raths. (Anderenicht bekannt).
Auf diesem Tag berichten die Gesandten von Freiburg: Da es gesehen, wie die Berner dem Fürstenvon Savoyen seine Landschaft weggenommen und „verherget", und daß es beinahe eingeschlossen worden,habe es dem Herzog geschrieben und seine Antwort empfangen, alsdann Romont auf dringende Bitte derEinwohner, die beim alten Glauben zu bleiben begehrt, „im allerbesten" eingenommen; denn in kurzer Zeithaben die Berner den Platz auch eilends nehmen wollen; es anerbiete sich aber, dem Herzog diesen Platz,gegen Erstattung der Kosten, wieder zurückzugeben, sobald ihm andere Landschaften auch zugestellt würden,oder sobald er dies begehrte; es bitte daher, das Geschehene in keiner argen Meinung aufzunehmen. Fernerklagen die Boten, daß die Berner auf ihrem Rückzug zu Peterlingen Prediger aufgestellt, entgegen den darübergemachten Verträgen; zu Wiflisburg (Avenches), das sie gar nichts angehe, mit Freibnrg aber im Burgrechtstehe, hätten sie ebenfalls sogar mit Drohungen einen Prädicanten eingesetzt; noch mehr, sobald sie heimgekommen,haben die Berner den Grafen von Greyerz aufgefordert, das Edellehcn des Fürstenthums von ihnen zu em-pfangen, da sie sonst weiter handeln würden; der Graf habe sich darüber zu Frciburg persönlich beschwert,zumal er nur acht Tage Bedenkzeit habe, die beinahe verflossen sei; der Graf habe übrigens nie ein Lehenempfangen, sei von jeher Burger zu Freiburg gewesen und habe erst kürzlich einen Vertrag zur Erhaltungdes wahren Glaubens eingegangen; Freiburg werde dadurch wahrlich sehr beschwert und bitte, man möchte esbei Recht, den Bünden, Landfrieden und Burgrechten bleiben lassen, auch bei dein alten Glaubeil schützen undein getreues Aufsehen haben. Darauf wird beschlossen, an Bern zu schreibeil und ihm dringend ans Herz zulegen, daß es sich mit dem Recht begnügen, Bünde und Landfrieden halten und auf nächstem Tag Antwortgeben solle, was es zu thun gedenke. I». Freiburg übermittelt eine Abschrift des Briefes, wie es die Herr-schaft Romont aufgenommen, und wie sie sich gegen einander verschriebell haben, v. Der Anwalt des Kaisersbringt vor, daß derselbe vorhabe, mit Hülfe des Papstes ein Concilium anzuordnen, und daß er zu Mailandbei seinein Gubernator Anton de Leva und anderswo Anstalten getroffen, damit die katholischeil Orte, wennsie je in Krieg verwickelt würden, dort Mannschaft und Geld finden, so lange der Krieg währe, wie es früherverabredet worden, und im Falle weitern Bedarfes auch noch mehr Hülfe erhalten können. Es wird ihm