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4,1,c (1878) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1533 bis 1540
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Februar 1536.

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sei ohne Zustimmung derer von Bern geschehen; dn derselbe aber ohne Beschädigung von Land und Leutendaselbst vorgegangen, so bitte man, die Sache für entschuldigt zu halten.

Vordrige antwort ist diesem Mornold geben, dcro er sich nit benügt, sonders specificirter antwortbegcrt, als in der missive an die von Basel im tütschen Missivenbuch stat, datirt 28. Februar, 1536. Darufim dann nachvolgende lütrnng geben worden."

Ans die Anfrage der Gesandtschaft des Kaisers, wie sich die von Bern bei einem Kriege zwischen demKaiser und dem König von Frankreich zu verhalten gedenken, und ob sie die Angelegenheit wegen Genf nichtdem Kaiser zu gütlicher oder rechtlicher Erledigung übergeben wollen, habe man sich entschlossen: 1. (in denAngelegenheiten zwischen dem Kaiser und dem König) keine Partei zu ergreifen, sondern wie früher die Erb-cinnng zu beobachten. 2. Man verdanke dem Kaiser sein Bestreben, die Angelegenheit betreffend Genf bei-zulegen; wenn seine Gesandtschaft des Willens sei, sich um den Frieden zu bemühen, so möge sie mit denGesandten der Eidgenossen nach Mitteln suchen, die den Frieden herbeizuführen geeignet wäre».

St.A.Bern: Welsch Missivenbuch k. 280 sf.

2) 1536, 28. Februar. Bern an Basel. Der Kaiser habe nun zum zweiten Mal seine Ansicht in Betreffder Genfer Angelegenheit durch ein Schreiben des Officials zu Besanyon und dann durch einen mündlichen VortragdcS Herrn von Marnold dargelegt und zwar in der Weise wie früher. (Die Ausführung von vor dem 2. Februarwird wiederholt). Er verlange ferner, daß man dem Herzog die alten, herausgegebenen Bünde halte und Landund Leute ihm wieder zustelle; von dem Bnrgrecht mit Genf möge Bern mit gleicher Befugniß zurücktreten,wie Frciburg es gethan habe, andernfalls müßte der Kaiser die Sache weiter in Betracht ziehen. SodannHab/Marnold sich über die Practik und Rüstung des Königs von Frankreich beklagt, der nach dem Herzog-thum Mailand trachte, und verlangt, daß man dem König kein Gehör gebe, vielmehr dem Kaiser beisteheoder sich zum Stillsitzen erkläre, über jeden Punkt besondere Antwort begehrend. Alan habe nun dem Ge-sandten den Genserhandcl von Anfang an erklärt (wälsch Missivcn, 23. und 27. Februar) und ihm auch inBetreff der Angelegenheiten des Kaisers (idiclow) geantwortet, alles laut beiliegenden Copien.

St.A. Bern: Deutsch Missivcn S .201. K.A.Basel: Acten zwischen Savoyen und Genf 15301500. A.Nr.3.

Das Berner Nnthsbnch l. o., S. 189 besagt auch zum 25. Februar:Kaiser, tüngs boten fürtrag insMissivenbuch fürtrag und antwort."

»SS.

^ttcern. 1536, 24. und 25. Februar (Donstag vor silnd Freitag ans St. Mathias Tag).

Staatsarchiv Luccr»! Altenband Nr. SS, Savoyen, k. sso.

Tag der V Orte.

tt. Dieser Tag ist in aller Eile angesetzt worden wegen des Unternehmens derer von Frelburg, eungesavoyische Plätze gewaltsam zu erobern. Allgemein ist die Stimmung, daß man diese Handlung nur miß-billigen könne; man habe keine Ursache, dem Herzog von Savoyen, der Eidgenossen altem Bundesgenossen,das Seine zu'nehmen, sondern es wäre billiger, ihm Hülfe zu leisten zu Rettung des alten wahren christ-lichen Glanbens; auch sei Freiburg bekannt, was man seit Jahren schriftlich und mündlich, an Tagen undsonst, dein Herzog zugesagt habe. Wenn man auch einwenden könne, daß es besser sei, wenn des HerzogsEigenlhum m Freiburgs als in Berns Hände falle, so wird ihnen doch ernstlich zugeschrieben, sie sollen davonabstehen, sich mit dem begnügen, was sie haben, und den Fürsten in seinein Unglück nicht noch mehrbekümmern, sondern ihm das Seine zurückerstatten, und nichts ohne der V Orte Wissen unternehmen.«». Des Herzogs von Savoyen Gesandtschaft bittet abermals um Rath uud Hülfe. Es wird ihr geantwortetwie auf vorigem Tage zu Lucern, man bedaure, einstweilen nichts für ihn thun zu können, er solle sich tapfer