Februar 1536.
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»SV.
Wern. 1530, 16. und 18. Februar.
Staatsarchiv Bern: Rathsbuch Nr, SS«, S, ISI, lS«,
I. <16. Februar.) Dem Rothe zu Bern eröffnet der Herr von Boisrigault: 1. Nach Verhör eines vondenen zu Bern dem Herzog von Savopen mitgethcilten Abschiedes, sei er auf das Gesuch des erster» vomKönig beauftragt worden, vermittelnd dazwischen zu reden. Da der Herzog des Königs Freund sei, so wünschtedieser, daß die Sache beigelegt würde. Er habe dieses den Kriegsregenten vorgetragen lind ihnen eine güt-liche Verhandlung anerboten, sei aber von dort nach Bern („har") gewiesen worden. Er glaube, der Herzogsei aus Anstiftung Anderer in diesen Handel gerathen. Der König rüste nun großes Kriegsvolk, um in Be-treff Mailand und Aosta (oder Asti?), wenn seine freundliche Aufforderung nicht Gehör fände, Gewalt an-zuwenden. Wenn die von Bern sich in eine gütliche Unterhandlung einlassen wollen, so bitte er, hiebei nichtszu thun, als was der Ehre gemäß sei und dem König „zuvor" zu berichten, der ihnen dann vielleichtweitere Eröffnungen machen werde 2. Einige, allerdings „Sonderlüt", berauben und verbrennen die Kirchenund die Genfer nehmen Glocken aus denselben, was dem König sehr mißfalle; es scheine ihm, daß die vonBern den Glauben mit dem Schwert einführen wollen, was ihnen viele Feindschaft bereiten möchte. 3. DerGesandte empfiehlt den Herrn von Mautua (Nautua?) „der von Cluni beämptert und wol am cardinal vonLutringen des küngs liebhart." 4. Ebenfalls empfiehlt er den Bischof von Lausanne und den Herrn vonChatelard. 5. Der König ineine, es sollen weder der Herzog, noch die von Bern („m. h.") zu sehr gedrängtwerden; auch Genf soll dem Herzog nicht übergeben werde», sondern bleiben, wie vor dein Krieg. 6. Ausverschiedenen Ursachen, wegen der Schwierigkeiten des Weges, des Mangels an Lebensmitteln, des Vorhanden-seins von 3000 Feinden und wegen des Umstaudes, daß das betreffende Land Lehen des Kaisers sei und daherdessen Rechte in Betracht kommen, halte der König für unthuulich, daß die von Bern nach Camerach ziehen;was aber bisher zur Entschüttung von Genf geschehen, möge wohl hingehen und dünke ihn auch genügend,da die von Bern Ehre und Sieg erhalten haben. 7. Die von Bern sollen einen Frieden nicht ausschlagen,das werde ihnen beim Kaiser zu „Roma" und wo man es vernehme Gunst bereiten; wenn auch andereGesandten das erwirken können, wolle er (Boisrigault) das an den von Challand berichten. 8. Der König wollenicht, daß die von Bern sich zu einer nachtheiligen Thädigung herbeilassen; wenn sie aber etwas beschließen,sollen sie „heiter vorbehalten, s>) thüend das best von des küngs wegen". 9. Endlich eröffnet der Gesandte,er sei beauftragt, bei den Eidgenossen um Knechte zu werben, und wünscht zu wissen, wessen er sich deßnahenbei denen von Bern zu versehen habe. Da die von Bern dem König keine Hülfe schuldig seien, so wünschederselbe doch, daß sie gegen die übrigen Eidgenossen friedlich seien, damit diese nicht „us entsetzen" dem Königihre Hülfe abschlagen oder später wieder abmahnen möchten. „Vide 28. Februar 1536 im tütschen Missivenbuch."
II u. Am 18. Februar eröffnet der Herr von Boisrigault neuerdings vor dem Rath: 1. Der Herzoghabe dem König keine befriedigende Antwort ertheilt, weßhalb der letztere sich entschlossen habe, „des Herzogenland, als Bresse, Camerach" (einzunehmen?). Er (Boisrigault) als Gesandter wolle gern zwischen dem Königund 'denen von Bern das Beste thun. 2. Wenn die Eidgenossen dem König die Knechte verweigern und erdeswegen mehr Landsknechte werben müßte, wünschte er zu wissen, ob die von Bern denselben in kleinenAbtheilunqen den Durckpaß gestatten würden. 6. Der Rath erwidert: I. Ehrenleute von Seite der Eidgenossen
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