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Februar 1536.
und Romont für ihre Stadt einnehmen wollten, wofür man ihnen behülflich sein würde, jedoch unter derBedingung, daß die von Freiburg denen von Bern beistehen, die Stadt Pverdon zu erobern und zu be-halten. Das geschehe, damit die beide» Städte freundlicher und nachbarlicher als bisher mit und neben ein-ander leben; die von Bern haben zwar trotz vielfach ausgestreuten bösen Samens stets guten Willen undbrüderliche Treue bewahrt; man erwarte dasselbe von denen von Freiburg und hoffe, ihnen werde die Nach-barschaft und brüderliche Pflicht gegen die von Bern näher zu Herzen gehen als des Herzogs „gefärbt, er-dicht frund und liebkosen." Das habe die Landschaft Wallis so gut begriffen, (daß sie nun mit denen vonBern den Krieg, den der Herzog und sein Adel durch seine Befeindungen und Reizungen veranlaßt habe,gemeinschaftlich führe). „Die in fcld sind zevereinbaren."
St.A.Bern: Jnstructionsbuch (?, f. 42. Die eingeklammerte Stelle ist im Original durchgestrichen.
2) 1536, 17. Februar. Bern an Frciburg. Die freundliche Antwort, die Freiburg den Boten vonBern gegeben, die vorgestern dort wegen Romont und Rue verhandelt haben, habe man vernommen undmit Freude gehört, daß die von Freiburg Bund und Burgrecht halten wollen. In der benannten Antwortwerde aber angedeutet, daß die von Freiburg Willens seien, noch andere Flecken, die aber nicht genannt wordenseien, gütlich oder mit Gewalt in ihren Schirm zu nehmen. Wären hierunter jene zu verstehen, welche dievon Bern aufgefordert, sich aber noch nicht ergeben haben und somit ihre offene Feinde seien, so würde einAufnehmen derselben in den Schirm derer von Freiburg dem ehrbaren Erbieten dieser zum Thcil entgegensein. Man bitte daher, bei dem zu bleiben, was die Gesandten vorgetragen haben. Die aufgefordertenPlätze, die ihre Antwort verzögern, werden die von Bern auf der Rückkehr besuchen. Man müßte daherbedauern, wenn diese inzwischen von denen zu Freiburg in Huldigung genommen würden, und verlange dahereine Erläuterung ihrer Antwort. K.A. Freiburg: Bemer Missiven.
3) Freiburg an Bern. Durch die Boten derer von Bern habe man den guten Willen und die brüder-liche Treue in Betreff des Anbietens der beiden Plätze Romont und Rue verstanden, was man „abermals"zum höchsten verdanke. Da nach Eröffnung der Antwort die Botschaft von Bern zu wissen verlangte, welchePlätze die von Freiburg zu ihren Händen ziehen wollen, so eröffne man, daß man mit Gottes Hülfe einzu-nehmen gesinnt sei: Romont, Rue, Vivis, Montreux („Michtreulx"), Chatel St. Denis, „so unser underpfandist", Vaulruz und St. Anbin im Wistclach, „so unser bnrgcr sind", auch Stäffis, wo Freiburg den drittenThcil der Herrschaft habe und das übrige laut Brief und Siegel „unser" Unterpfand sei, auch Romainmoticrnebst dessen Zugehörden, betreffend dem die von Bern wissen, welche Rechte daselbst dem Capitel von Frei-burg zustehen, „doch die Bul, so ir hinder üch haben füllen (vorbehalten?)." Da die von Bern Pverdonbegehren und dasselbe von ihnen „angenommen" (worden) sei, mögen sie daselbst nach ihrem Gutfinden han-deln, woran man sie nicht hindern werde. Bitte um Antwort durch den Boten.
K. A. Freiburg: Missivenbuch Nr. 11, k. 33; ohne Datum.
4) 1536, 18. Februar. Bern an Freiburg. Man habe mit Befriedigung aus dem Schreiben derer vonFreiburg entnommen, daß sie in Betreff Pverdon die von Bern unbeirrt belassen. Anderseits gebe mangerne zu, daß sie Romont, Rue, Vaulruz, Chatel St. Denis, St. Aubin und Stäffis zu ihren Händen nehmen.In Betreff der übrigen Orte, die zum Theil mit Namen benennt, theils mit dem Wörtlein „Anhang" ge-meint seien, bleibe es bei dem gestrigen Schreiben. Damit in Betreff anderer hier nicht genannter Orte keinMißverständniß entstehe, wäre wünschbar, wenn die von Freiburg, gleich denen von Wallis, eine Botschaftzu denen von Bern ins Feld abordnen würden, damit sie sich verständigten und wüßten, welche Orte jene,„ufgehöuschen". K.A. Freiburg: Berner Misswen.