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Februar 1536.
Marschall sei, schlechten Bescheid erhalten; von da sei er ins Lager der Berner gekommen, wo man keineVollmacht zu haben erklärte und ihn an die Obern nach Bern wies, wohin er nun zu gehen Willens sei.Er ersucht die Gesandten, nichr nachzulassen, bis man ihnen (zu vermitteln) bewillige; es könnte nämlich eingrößerer Krieg daraus entstehen; er wisse, daß der Herzog einen Zug sammle und er sei ein Fürst, der viele .Verwandte habe („wol gefrünter Fürst"), wobei der Herr von Boisrigault seine Dienste, wenn man ihrerbedürfe, den Gesandten anbietet. Diese erwiedern, daß sie zu gleichem Zwecke da seien und fragen, wo derHerzog oder seine Anwälte zu treffen wären. Boisrigault antwortet, der Herzog sei jenseits des Berges zuTurin, aber der Herr von Challand sei mit einem Zug zu Nümilly.
V. (14. und 15. Februar.) Die Gesandten kommen nach Genf und Tags darauf ins Lager zu Graval.Daselbst tragen sie, wie zu Bern geschehen, der Länge nach allen Handel vor und bitten freundlich, sie ver-mitteln zu lassen. Die im Lager, nach gehaltenem Rath, danken zum höchsten, bemerken aber, wie der Herzogstets Vieles versprochen, aber Nichts gehalten habe, auch dem Recht von Peterlingen nicht nachgekommen sei;wenn er nichts Anderes gethan hätte, als daß er „den kheiben, den Müsser" fortwährend bei sich gehabthabe, so wäre das Ursache genug zum Kriege; sie wissen wohl, daß der Herzog, wenn er auch jetzt Vielesverhieße, wieder Nichts erstatten würde; sie schlagen demnach eine gütliche Unterhandlung ab; sie haben demHerzog mit Leib und Gut abgesagt und wollen diese Absage mit der Hülfe Gottes erfüllen. Die Gesandtenerklären dann, sie wollen dem Herzog schreiben, daß er in eine Unterhandlung einwillige und dafür zweiPlätze bezeichne und fragen an, ob man hiemit nicht einverstanden wäre, wenn der Herzog dieses zugäbe.Darüber ertheilen die im Lager keine Antwort.
VI. (16. und 17. Februar.) Die Gesandten schreiben im Sinne ihres Antrages au den Herzog undgleichen Tags kommt der „ganze Zug" nach Genf Am 17. Februar dankt der Herr von Challand in einerMissive den Gesandten, überschickt ihren Brief dein Herzog nach Turin und sendet ihnen ein Geleit; „sindalso die III Pünter botschaft darin nid gedacht und der Müsser genampset, dann der brief tütsch." DieGesandten ersuchen nun die von Bern, bis zur Ankunft einer Antwort von Seite des Herzogs in Genf zubleiben und möglichst wenig zu schädigen. Diese entgegnen, sie lassen es bei dem im Feld gegeben Abschiedverbleiben; wenn aber der Herzog antworte und die Boten dann gemäß ihrer Instruction weiter unterhandelnwollen, so lassen sie es geschehen.
VII. (21—23. Februar.) Als die Gesandten bis zum 21. Februar umsonst auf eine Antwort in Genfgewartet hatten, beschließen sie, dem Herrn von Challand oder andern Anwälten des Herzogs, wenn solchevhn Chamber») in Nümill») wären, zu schreiben, daß man nicht länger warten könne; wem: aber der Herzogu eine Unterhandlung willige, so möge man berichten. Dabei wird dem Boten und Jörg . . . (aufgetragen?)(zerstörte Schriftstelle), zuerst nach Nümill») zu reiten und die Gesandten zu berichten, ob der Franzos Chamber:)eingenommen habe; wenn dieses nicht der Fall sei, solle der Bote sich dorthin begebe»:, Jörg aber zu denGesandte»: zurückkehren. Auf den 22. Februar schreibt der Herr von Challand, er bekomme auf den folgendenTag eine Antwort von dem Herzog, die er de»: Gesandten mittheilen werde. Dabei bittet er, ihn: ein Ge-leit zu geben und de»: Zug still zu stelle»:, wie er es' mit seinen: auch gethan habe. Man antwortet ihm,man werde den Mittwoch (23. Februar) uoch abwarte»:, beim Ausbleibe»: einer Antwort aber verreiten; eii:Geleit zu ertheilen stehe den Gesandte»:, als ii: einein Lande, das ihnen weder gehöre, noch verwandt sei, nichtzu; wenn es aber verlangt werde, so »volle man hierüber und über Anderes unterhandeln. Auf den23. Februar langt eine Missive des Herzogs an und zugleich schreibt der Herr von Challand, er verreite noch