K28
Februar 1536.
als Rathgeber sprechen; da man aber schuldig und bereit sei, mit Leib und Gut treuen Beistand zu leisten,so finde man, Freiburg könnte vielleicht mit dem Herrn von „Masury", der zu Romont liege, oder mitVivis insgeheim so viel handeln, daß jene Plätze Freiburg und dem Herzog nicht entfremdet würden; esmöge nun darin handeln nach seinem hohen Verstand, und was die Zeit gestatte sc.
Beim Luccrner Abschied (Copic oder Concept).
S8Z.
Bern. 1536, 8. Februar.
Staatsarchiv Bern: Nathsbuch Nr. 254, S. 128.
1. Vor Rathen und Burgern von Bern erscheint Glado Tissot mit einer Credenz von Dole wegen derGrafschaft Burgund und verlangt, daß man die Kriegsregenten anweise, sich wegen allfälliger Unkenntniß derMärchen bei Gex und St. Glad (St. Claude) nicht an der Grafschaft Burgund zu vergreifen, sondern diealte Freundschaft, Nachbarschaft und die Erbeinung aufrecht zu erhalten. Er verlangt ferner, daß man diein Dole berichte, wie die Sachen stehen; Burgund habe früher in seinen („iren") Angelegenheiten Zufluchtbei denen von Bern gefunden, die van gutem Erfolg gewesen sei. I. Man antwortet dem Parlament zuDole wie im Missivenbuch.
Die betreffende Missive ist folgende:
1536, 8. Februar. Bern au das Parlament zu Düke. Das Anbringen des Abgesandten des Parla-ments, Claude Tissot, Maire von Pontarlier, habe man verstanden, dahin gehend, Bern wolle verschaffe»,daß seine auf savoyischem Gebiet stehende» Kriegsleute gegen die Grenzen Burgunds nichts Feindliches vor-nehmen. Nun könne man die Versicherung geben, daß bestimmte Weisung erthcilt worden sei, die burgundl-schen Lande und Unterthanen gänzlich unbehelligt zu lassen und in keiner Weise zu schädigen; deine Bernwünsche nichts mehr, als die gegenseitige Freundschaft und gute Nachbarschaft wie bisher zu erhalten u»derwarte, das Gleiche werde auch von Seiten Burgunds geschehen. Dabei mache man die Anzeige, wie Gottdie bernischen Waffen begünstigt habe, so daß, ohne selbst Schaden zu leiden, alle Feinde von den Grenze»Genfs vertrieben seien; es seien bei 3009 Italiener gewesen und alles Volk der Waadt (»tont 1s xouxtoän pars Äs VnnlÄ«); Bern habe alles Land diesseits des Sees eingenommen, jetzt ziehe man gegen Chamber!).Nur nothgedrungen habe es den Krieg gegen den Herzog von Savoyen unternommen; am Blutvergießen h»^
man keine Freude. St.A.Bern: Welsch Missivcn it, k.37ö b.
S84
Werl!, Lausanne, Kens. 1536, 9. Februar bis 2. März.
Archive Zürich, Bern, Basel, Schaffhauscn.
Verhandlung der Gesandten von Zürich, Glarus, Basel, Schaffhausen, Appenzell, St. Gallen und denIII Bünden zwischen Bern und Savopen.
Gesandte: Zürich. HansHaab; Hans Balthasar Keller, Baumeister. Basel. Simon Albrecht; (späterauch) Blasius Schölli; Batt Sommer. Frei bürg (im Anfang) Ulrich Nix. Schafs Hausen. Ulrich Abcrli.(Andere unbekannt).
I. (9. Februar.) 1. Der (erstbenannte) Gesandte von Basel kommt nach Bern und trifft von Ungefährbeide Schultheißen bei der Herberge der andern eidgenössischen Boten. Diese, nämlich die Gesandten von