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4,1,c (1878) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1533 bis 1540
Entstehung
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627
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Februar 1536. 627

Zu v. Wir theilcu einige der im Abschied erwähnten Schreiben im Auszüge mit:

1) 1536. 7. Februar (Montag nach Lichtmeß), Lncern. Die V Orte an die zur Vermittlung zwischendem Herzog von Savopcn und Bern abgeordneten Schiedboten der Eidgenossen und der dreigrauen" Bünde.Nachdem auf dem letzten Tage zu Lucern tue von Lucern verweigert, Gesandte nach Bern undden wyter"zu schicken, haben die vier Orte den Handel weiters an ihre Herren gebracht und sich gestern wieder besnmmelt,zu berathen, ob sie Bote» schicken ivollen oder nicht. Aus folgenden Gründen habe man sich für das letztereentschlossen: 1. Alle bisher in der Sache verwendete Mühe und Arbeit sei umsonst gewesen. 2. Das letzteSchreiben an Bern habe nicht so viel genützt, daß Bern den kurz angesetzten Tag abgewartet hätte. 3. Dergrößte Span sei wegen des Glaubens, betreffend den die V Orte kaum thädigen könnten. 4. Die von Bernhaben diesmal den Sieg in ihren Händen, Vermitteln und Scheiden Seitens der V Orte dürfte ihnen un-gcnehm sein und möchte einem Ehrenmann, den man schicken würde, leicht etwas zustoßen, daß man nachherdie Sendung bedauern würde. Die Schiedboten mögen dieses nicht verübeln und ihrerseits, als diejenigen,so angnäm und cmpfenklich sind", bei denen von Bern verhandeln, daß weiterer Krieg und Unrath ver-mieden bleibe, zudem die Schiedorte (ir") dem Herzog nicht weniger als die V Orte verwandt seien undauch von Ehren wegen Schaden zu verhüten ihm beholfcn sein sollen. Nicht minder bitte man, zu verschaffen,daß die von Wallis, Freiburg und Solothnrn von denen von Bern nicht belästigt werden, andernfalls mansich verbunden glaubte, sich des Handels anzunehmen. Übersendung einer Copie des Schreibens an Bernund Bitte um Antwort. A- Basel: Acten zwischen Savoyen nnd Genf 16301600, A. Nr. 3. (Cvpit.)

2) 1536, 7. Februar (Montag nach Agatha), Lucern. Die V Orte an Bern. Man habe geglaubt,ihr früheres bittliches Schreiben wäre wenigstens insoweit geehrt worden, daß die von Bern den kurz ange-setzten Tag erwartet hätten, da bei Ankunft des betreffenden Briefes ihr Ehrenzeichen die Stadt noch nichtverlassen hatte. Man ersehe hieraus ihr hitziges Gemüth. Sie hätten zwar schriftlich die Ursache ihresVorgehens mitgcthcilt; aber da hätte mancher Artikel Anlaß zur Besprechung geboten, die erfolgt wäre, wennBern den letzten Tag in Lucern abgewartet hätte. Da hätte man die früher aufgestellten Mittel, die billigwaren, allen Eidgenossen gefielen und den Herzog und die Genfer nicht sonderlich belästigt hätten, und An-deres, was zum Frieden dienlich sein möchte, bereden können. Bern könne wohl ermessen, was ihm und denV Orten (uns") aus dieser Sache erwachsen ^nöge. Alan ersuche daher nochmal, wie ein guter Freundund Eidgenosse den andern ersuchen soll, die e^ache freundlich und gütig zu bedenken und den Zorn widerden Herzog zu mildern, andernfalls müssen die V Orte die Sache Gott empfehlen; denn wenn sie sich auchferner mit derselben belüdcn, so wäre doch zu besorgen, daß solches erfolglos und für sie verächtlich wäre.

K. A. Basel: Acten zwischen Savoyen und Gens 16301500, A. Nr. S. sCopie.)

3)' Betreffend Solothurn liegt die bezügliche Antwort vor: 1536, 9. Februar (Mittwoch vor Valentin).Solothurn an Lucern. Antwort auf das Schreiben der V Orte (ab dem Tag vom 7. Februar). Man er-sehe aus diesem Schreiben nicht, ob die V Orte ihre Botschaften nach Bern schicken wollen oder nicht; ausdem Stillschweigen hierüber müsse man eher auf das Letztere schließen; Solothurn meinte, es wäre besser ge-wesen, wenn man gemeinschaftlich von allen Orten hingeritten wäre; dann hätte man alle Verhandlung beob-achten und sich darnach richten können. Ans Vernehmen, daß gestern die von Freibnrg ihre Gesandtschaft ab-gefertigt, habe man heute ein Gleiches gethan; der Bote werde mit der Gesandtschaft derer von Freiburg jenach Umständen, doch dem Glauben unbeschadet, handeln. (Folgen Nachrichten über kriegerische Fortschritte derBcrner und dieliederlichen" Gegenmaßregcln des Herzogs). St. A. «>,-»»: Acic» S°l°thu»i.

4) 1536, 11. Februar (Freitag nach St. Agathentag). Die V Orte an Freiburg. Man habe dieempfangenen Schriften, deren Zusendung man verdanke, abschreiben und den vier andern Orten zuschickenlassen, damit sie sich darüber berathen und auf nächsten Montag Nachts hier erscheinen können; was manda beschließe, werde man ohne Verzug wieder melden. Auf den Fall, daß gemeiner Rath der V Orte zuspät käme, wolle man indcß aus vielerlei Gründen der Meinung Frciburgs beistimmen, daß an den dreiPlätzen Remunt (Romont), Vivis und Neuenstadt (Villeneuve) gar viel gelegen sei; man wolle zwar darin nicht