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4,1,c (1878) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1533 bis 1540
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Februar 1536.

S8«

St. Julien. t53l», 6. und 8. Februar.

Staatsarchiv Aiiricli : Acten Savoyen I. 22 u. Staatsarchiv Bern: Deutsch Missivenbuch >V, S 172 (Copie).

Kantvnsarchiv Schaffhansen: Corrcspondcnzen.

Gesandte: Wallis. (Kaspar) Mezilten, Landvogt; Jost Kalbermatter; Ortwineg (?), Castellan.t». Auf gegebenes Geleit erscheint ein Anwalt des Statthalters zu Mailand, Anton de Leva (Leyva), derseine Vermittlung anerbietet und Einstellung der Feindseligkeiten begehrt, da es sich der Sage nach nicht um Genfallein, sondern auch um andere Orte und Sachen handle zc. Es wird ihm abgeschlagen, indem man ihmdie Ursachen des Krieges auseinandersetzt, auf sein Begehren auch schriftlich dein Absagbrief entsprechendantwortet! im Übrigen wird er an die Herren zu Bern gewiesen, an die er beglaubigt ist. (6. Februar, Sonn-tags). I». Zwei Boten von Wallis weisen ihre Creditive vor und eröffnen im Namen des Bischofs, desHauptmanns und gemeiner Näthe der Landschaft, wie sie auf die freundliche Zuschrift von Bern geantwortet,nämlich wie sie die Bünde getreulich zu halten begehren. Sie hätten anfangs geglaubt, die Beruer seien nurzur Entschüttung der Stadt Genf ausgezogen, und nicht in der Absicht, das Land des Herzogs einzunehmen;da sie nun aber vernehmen, wie viel Land und Leute Bern eingenommen, so haben sie niit einem Kriegs-volk das Gebiet von St. Moriz bis nach Thonon zu besetzen unternommen, zum Theil es schon gethan, undbitten, ihnen dieses zu lassen, dmnit Bern auch bei seinem Eroberte» bleiben möchte; denn es sei wohl zuerachten, daß der Herzog sich nicht darein schicken, sondern mit Gewalt es wieder zu gewinnen versuchen werde;in einem solchen Kriege könnten dann die Walliser den Bernern gute Dienste erweisen. In dieser Meinung seiensie ausgezogen; sie bitten, es nicht übel zu deuten. Es wird ihnen eine freundliche Antwort gegeben, die siemit großer Zufriedenheit und lebhaftem Dank empfangen. Diese Antwort lautet: Hauptmann, Lütiner, Nätheund Venner des Heeres von Bern danken der Botschaft zum höchsten für ihr Erbieten, Zusagen und tröst-lichen Zuzug. Sie gewähren ihren Bundesgenossen von Wallis gutwillig die Einnahme des Gebietes ob deinWasser Dranse (Durance"), das dem Herzog von Savopen gehört hat, vorbehalten dasjenige des HerrnvonMarsell»)" (Maxilly?), der Bern geschworen; was diesseits des Sees und des Rhodans (Nöttens")künftig erobert wird, soll gleich getheilt werden; auf das Gesuch um einen Theil von Thonon können dieHauptleute nicht eintreten, da die Bewohner jener Herrschaft, von der Durance an, sich bereits ergeben haben,und ohne die Beistimmung der Obrigkeit von dein Eroberten nichts abgetreten werden dürfe. Dabei wollensie bemerken, daß dieser Krieg die Herzogin vonEnnemours" (Namour?) nichts angehe, und daß ihr mitBrief und Siegel zugesagt sei, weder sie noch ihre Unterthanen zu schädigen oder anzugreifen; dies sollen auchdie Walliser thun; wollen sie mit ihrem Kriegsvolk weiter rücken, so sollen sie auch die von Thonon undandere Edellcute, die nun zu Bern gehören, in Ruhe lassen. (8. Februar).

Der mitgetheilte Text bildet einen Theil des von den Berner Hauptleuten und Rathen aus dem Feldan ihre Obern und von diesen an andere Orte mitgetheilten Kriegsberichtes.

Die Namen der Walliser Gesandten aus einer Missive des Gubernators von Aelen an Bern vomK.Februar, in welcher die Conferenz und das militärische Vorgehen der Walliser berichtet wird. Dieserschließt mit der Mittheilung:Auch ist dero von Vivis und sp inen wellen usgcn"; da seiinen" geant-wortet worden, man könne sich dermalen hiemit nicht befassen, weil letzten Freitag (4. Februar) ein Trompeterderer von Bern sie aufgefordert habe, zc. K.A.Basel: Acten zwischen Savoyen und Genf 15301566,A. Nr. 3. Copie.