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4,1,c (1878) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1533 bis 1540
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620
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629 Februar 1536.

recht Hochpriester, der da sitzt zur grechteu gottes und unser fach allweg schirmt und fürt, bis er uns zu derbildtnus, zu deren wir geschaffen sind, reforinire und wyderbringe und in die gemeinsame sins göttlichen lebensinfüre! uf disen Hern Jesum Christum warten wir, daß er künftig sy am end der welt als ein warer, rechterrichter, der das urtheil über alles fleisch, das von im zum urteil uferwekt wellen würt; die fromen undgläubigen würt er in Himmel füren und (die?) ungläubigen würt er mit lyb und seel in ewige verderpnusstossen und verdammen. Discr her Jesus, wie er allein unser mitler, fürsprech, opfer, Hocherpriester, her undkünig ist, also bekennen wir in allein und gloubend von ganzem herzen, daß er allein unser versünung, unsererlösung, heiligmachung, bezalung, wysheit, schirm und rettung allein sye; hiefmit?) verwerfen wir allesdas, das sich ein mittel, opfer und versünung unsers lebens und Heils darstellt, und erkennen keines, danallein den Hern Christum.

12. Was der zwek sy evangelischer leer. Deshalb soll in aller evangelischen leer das das höchstund fürnämpst houptstük syn, daß in allen predigen heftig getriben und in die herzen der mentschen ingedruktsol werden, nemlich daß wir allein durch die einige barmherzigkeit gottes und durch den verdienst Christibehalten und selig werden. Damit aber die mentschen verstandind, wie nothwendig inen Christus zum heilund seligkeit sye, soll man inen die grösse und schwere irer sünd durch das gsatz und den tod Christi MMhellisten und claristen anzeigen, inbilden und für ougen stellen.

13. Wie uns die gnad Christi und sin verdienst mitgeteilt werde und was frucht darusvolge. Soliche Höchen und grossen gutthaten göttlicher gnaden und die wäre heiligmachung des geists gottesempfachen wir nit us unser» Verdiensten und kreften, sonder durch den glauben, der eine lutere gab undschenke gottes ist; derselbig gloub ist ein gewisser vester und stifer, ja ungezwyfelter grund und begriffungaller dingen, die man von gott verhoffet, welcher us im die liebe und demnach allerley lügenden und guterwerken frücht wachsen macht; und wiewohl die frommen und gläubigen sich in solchen früchten des gloubensone underlas übend, so schriben wir doch die frommmachung und das erlangt heil nit solchen werken, sonderder lutern gnad gottes zu. Discr gloub, der sich nit uf sine werk, wiewol er unzalbare gute werk würkt,sonder uf die barmherzigkeit gottes tröstet, ist der recht und war verdienst, mit dem man gott gefallt.

14. Von der kilchen. Us denen lebendigen steinen, die uf disen lebendigen felsen gebuwen sind,halten wir, daß ein heilige, allgemeine kilchen, die gemeinsame und sammlung aller heiligen, die ein gsponsund gmachel Christi ist, welche er durch sin blut reinige und entlichen dem vater one masen, ganz unbeflektund unvermaschget darstelle, gebuwet und zemcngesamlet werde; und wiewol diese kilchen und samlungChristi allein den ougen gottes offen und bekant ist, so würt sy doch durch unsere zeichen, brüch und ord-nung, die von Christo selbs ingesetzt und geordnet sind, und durch das wort gottes als durch eine gemeine,offne und ordenliche zucht nit allein gsehen und erkant, sonder ouch dcrmaß gsamlet und gebuwen, daß indise kilchen niemand (ordenlich zereden, und one bsundere fryheit von gott geöffnet) one dise dingzelt würt.

15. Von dem zudienen des wort gottes und dienst der kilchen. Deßhalb wir ouch bekennend,daß die diener der kilchen Mitarbeiter gottes syen, als sy der heilig Paulus nent, durch die er sinen gläu-bigen erkanntnis sin selbs und ablas der sünden zudienet und fürtreit, die mentschen zu im bekert, ufrichtet,tröstet, ja ouch crschrekt und urteilet; doch mit disem anhang und verstand, daß wir in dein allein allewürkung uiid kraft dein Herrn gott allein, dem diener aber das zudienen zuschriben. Denn gwüß ists, daßdise kraft und würkung keiner crcatur niemer mer angebunden sol, noch »rag werden, sonder gott, der teiltsy us nach sinem frygen willen denen, denen er will.

16. Vom gwalt der kilchen. Der gwalt, das gottes wort ze predigen und die schäflin des Herrnzu weiden (welches eigentlich ze reden, der schlüßlen gemalt ist), schribt allen mentschen für ein form zu leben,sy sien Hochs oder niders stands. Solcher gwalt und ansehen sol als ein bevelch und Handel hoch, thür,unveracht und unverletzt sin; sol ouch niemand zuzedienen empfohlen werden, er sy dann zuvor durch diegöttliche stimm und wähl und durch diejänen, die von den kilchen durch wolbctrachtetc» rathschlag und usschnßdarzu bestimpt und erwelt sind, togenlich und gschikt darzu erfunden und erkennt.