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Februar 1536.
S77.
Wern. 1530, vor 2. Februar.
Verhandlung zwischen der Botschaft des Kaisers und Bern.
Wir notiren folgende Missive:
1536, 2. Februar. Bern an Basel. Kriegsnachrichten. Nachdem der Kaiser eine Credenz auf den Officialzu Besanyon übermittelt, habe der letztere seine Instruction dahin eröffnet: Die von Bern sollen sich derStadt Genf und des Herzogs entziehen und keine Gewalt brauchen; der Herzog sei des Reiches Statthalter,Lehenfürst, Bundesgenosse und des Kaisers Blutsverwandter; auch den Bischof von Genf, des Reiches ge-treuen Lehenmann, möge man ungekränkt lassen. Die vorhandenen Anstände solle man der Erkenntnis; desKaisers anheimsetzcn, denn die Stadt Genf soll gleich den beiden genannte» Fürsten unter des Reiches Schutz,Schirm und Herrlichkeit „verfaßt" sein und bleiben. Würde hiergegen gehandelt, so müßte der Kaiser derangeführten Ursachen und seiner Ehre wegen sich weiter mit der Angelegenheit behelligen.
St. A. Bern: Deutsch Missivenbuch ^V. S. Iä7.
Z78.
Masel'. 1530, 4. Februar.
Staatsarchiv Aiiricli: Acten Neligionssachen. StantonSarcliiv Schaffhausen : Abschiede. Stadtarchiv Biel: Abschiede 1534—1507.
Tagleistung der Städte Zürich, Bern, Basel, Schaffhausen, St. Gallen, Mühlhauseu und Biel.
Gesandte: Zürich. M. (Hans) Haab; (W. Bepel,) Stadtschreiber. Bern. Peter von Werd. StadtSt. Gallen. Ambrosius Schlumpf, Bürgermeister; Johann Fortmüller, Prädicant. Biel. Rudolf Näbstock.(Andere unbekannt).
». „Demnach dieser tag der Ursachen, daß allenthalben in dem römischen Rych von unser der oberlendischenevangelichen stetten angenommenen heiligen religioncn, als ob dieselbig(en) mit verkündung des heilsamen güt-lichen worts und Handreichung der heiligen sacramenten anderer christlichen fürsten, Herren, stetten, landen undcommunen religionen, so glicher gestalt wie bp den oberlündischen kilchen Christum und sin heilig gütlich wortpredigen lassen und sich der Helgen sacramenten gebruchen, nit glichförmig noch erlich (weren), vil reden ge-brucht, und sonderlich ein lange zpt har durch früntliche underhandlung frommer und gutherziger löten, wiesölich alle gemeine christenliche kilchen in ein wäre und einträchtige concordp gebracht und soliche reden usgelöschtwerden möchten, (gearbeitet worden?) beschriben (ist), weißt jeder bot, was die verordneten der statt Baselin ansang dis tags solicher concordy halb erstlich fürgetragen, und fürnemlich diempl (wie dann allenthalbendie gmeinen reden ergangen) römische keiserliche Maiestat, unser aller gnedigster her, ein zukünftig conciliumzu erhalten bewilligt haben sol, anzogen, und dann menklichem unverborgen, des vergangens rychstags zuOugspurg gehalten der stetten Straßburg, Costenz, Memmingen und Lindow w. gsandten bekanntnussen iresheiligen gloubens vor keiserlicher M. ingelcgt, dagegen die luterischen stende glicher gestalt vor derselben keiser-lichen M. confessionen, so der ernempten stetten bekantnussen nit ganz änlich, fürbracht, rnid jede partpe iringelegte confession nnt helger biblischer gschrift zu erhalten beharret, wo sich dann in künftigem zutragen, daßwir von den oberlendischen christlichen stetten uf die concilia oder sonderliche versamlungen beschriben und umb