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December 1535,
2) 1535, 20. December. Die dreizehn geheimen Räthe von Basel an die Dreizehn zu Straßbnrg.Nachdem Bernhard Meyer von Straßburg zurückgekommen und die von Basel zur Förderung der christlichenConcordie ihre Botschaft nach Zürich und Bern abgefertigt haben, sei heute ein Rathsfrennd von Bern alsGesandter in Basel erschienen. Der habe über die genfer'sche Angelegenheit berichtet und insbesondere an-gezeigt, daß zu Augstal nicht nur kein gütliches Übereinkommen zu Stande gekommen sei, sondern weil derHerzog den Genfern die christliche Religion, betreffend der sie sich nun denen von Bern gleichförmig gemachthaben, ohne Vorwissen und Willen des Kaisers nicht gestatten wolle, habe die Verhandlung sich gänzlich zer-schlagen. I» Folge dessen seien die Genfer mit dem König von Frankreich, der ihnen die Religion bis aufein allgemeines Concil freilassen wolle, in Unterhandlung getreten. Über die meisten Artikel seien sie einig!es hange nur noch daran, daß die Genfer von demjenigen Gebiet, welches der König neben der Stadt Genferobere, die Hälfte verlangen, während der König alles für sich behalten wolle. Unter diesen Umständen seivon einem Anstand geredet worden. Wenn aber dieser, wie zu besorgen stehe, nicht angenommen werde, somüsse entweder Bern die Genfer, als seine Burger, entschütten und sich hiemit in einen tödtlichen Krieg be-geben, oder sie verlassen, wodann aber die Genfer sich mit Frankreich verbinden werden, was insbesonderedes Glanbens wegen bedenklich wäre. Sie bitten daher, ihnen zu rathen, was sie an die Hand nehmensollen. Mit Bezug auf die Wichtigkeit der Sache haben die von Basel dieses zu bedenken genommen. Mauwolle das denen von Straßburg, als guten Nachbarn mittheilen. Die nach Zürich und Bern abgegangeneGesandtschaft sei noch nicht zurück; sobald sie anlage, folge Bericht. K.A.Basel: Mi,'sivcnbuch issi—so>
3) 1535, 22. December. Bern an Basel. Da Michael Augsburger berichtet habe, daß die von Baseldie Antwort auf seinen Vortrag aufgeschoben haben, sende man ihnen hier die von Genf erhaltene schrift-liche Antwort sammt einer Missive und bitte wiederholt um getreuen Rath über allen Handel, und zwardurch den hinkommenden Boten, da der große Rath hierauf angestellt, die Verhandlung deßwegen verschoben
worden sel. K. A. Basel: Acten zwischen Savoyen und Genf 1530—1500, A. Nr. 3.
1) 1535, 24. December, Basel. Adalbert Meyer (Bürgermeister) an Bern. Ihr Schreiben, welchesauch die Antwort der Genfer enthalte, nebst dem vor den dreizehn Geheimräthen von Michael Augsburg«gehaltenen Vortrag habe man in Berathung gezogen. Man wäre sehr geneigt, denen von Bern zu rathen!nun aber wisse man nicht, inwieweit das Burgrecht Bern gegen die Genfer verpflichte; anderseits habe manaus Augsbnrgers Vortrag verstanden, daß und aus welchen Ursachen den Genfern früher ausdrücklich ge-schrieben worden sei, man könne bei diesen gefährlichen Zeiten ihnen keine Entschüttnng gewähren. Manwerde begreifen, daß da mit Bezug auf ein „unwüssens und abgeschlagene fach" unmöglich zu rathen sc>>„Aber der Jenfern halb, diewyl dieselbigen (das uns am höchsten leid) jetzt in der leisten not, und zudem,wie sy schribend, üch by dem burgrechten nit manen dürfen, achten wir, wann sy, als die verlasseneu zurettung ir selbs hilf und trost, wo ine» Gott das zusenden thut, suchend und annemend, möge inen vonniemanden zu argem gemessen werden; damit aber die hilf, so sy also werben, bester träglicher, und die frünt-schaft, so ir mit der stadt Jens angenommen, nit gar zerrüttet, ob ir dann den Jcnfern mit und neben denenfründen, deren sy Gott beraten möcht, etwas trosts, wie sy bittlich begeren, erzöigten, wurde üch zu viel eerendienstlich sin; das haben wir üch zu antwort nit wellen bergen. Der allmechtig Gott gebe üch gnad ze handeln,was ze crhaltung siner eeren und üwer wolfart diene." K.A.Basel: Mlssive»buchiösi—s6>
s«s.
Wern. 1530, 9. Januar.
TtaatSarchi» Bern: Rathsbuch Nr. es«, S. «g.
I. Vor dem Rath zu Bern „darzu min Herrendie Burger mit der Schällen versampt, das Burgrechtvon Lausanne ernüwert".