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4,1,c (1878) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1533 bis 1540
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602
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December 1535.

und guten Gewohnheiten antasten werde, und bitte ihn, er möge Genf seiner Feinde entledigen, wobei mansich erbiete, ihm mit Leib und Gut zu Diensten zu sein. Als Gesandter wird Claude Savoye gewählt.

III. (20. December). Der Rath überlegt, wie die Sache vorzunehmen sei, daß die Hülfe erhältlich gemachtwerden könne, ohne den Franzosen einige Autorität einzuräumen oder gar sich ihnen unterwerfen zu müssen.Da der König bisher weder etwas verlangt noch etwas angeboten hat, so findet man für besser, dem König,anstatt durch die beschlossene Gesandtschaft durch einen Brief zu eröffnen, was Verey vorgetragen habe, dochohne sich den Schein zu geben, als wolle man irgend eine Unterwerfung eingehen, sondern einzig in demSinn, daß man dem König für seine Wohlrhaten die im Verhältniß der Zeitunistände möglichen Dienste er-gebenst entbiete.

Z«7.

Wen». 1535. L0. December.

Verhandlung zwischen Bern und Genf.

Wir sind auf folgende, die Verhandlung wohl ziemlich vollständig enthaltende Massive verwiesen:

1535, 23. December, Bern. Ami Porral an de» Rath zu Gens. Antwort auf die Briefe des letzter»vom 14., 15. und 18. December. Nägeli sei noch nicht angelangt, weil er nach Aigle verreist sei; er habeNachricht von dem Verlorst der Franzosen zu Gex gegeben. Nach der Meinung der Gesandten sollte Vereyan die von Bern schreiben, daß er nur nach Genf gekommen, um aus Nächstenliebe den um des Evangeliumswegen Bedrängte» beizustehen. Am 20. December habe der Gesandte den letzten von Genf erhaltenen Briefden (Räthen und) Burgern zu Bern vorgelesen und sie gebeten, denen von Genf um der Liebe und desBurgrechtes willen zu Hülfe zu komme». Er habe dabei erinnert, wie die von Genf zufolge den Ermah-nungen (»psrsnnsion«) derer von Bern, das Evangelium anzunehmen und als wahre Christen mit ihnen z»leben und zu sterben, das Burgrecht mit Freiburg verloren und den Unwillen des Bischofs, des Herzogs,des Landes und von jedermann auf sich gezogen haben; aus die Anweisung der bernischen Gesandte», Triboletund Bischoff, haben sie 500 Häuser und Scheunen abgerissen, Geschütze beschafft, Mauern errichtet und Kriegs-volk unterhalten, welches ohne die Gesandtschaftskvsten über 2000 Thaler erforderte, unzähliger anderer Opfer nichtzu gedenken. Auf den Rath derer von Bern habe man geduldet, daß Personen und Eigenthum weggenommenworden seien. Alan habe sie geheißen, sich zu gedulden und vor den Eidgenossen Recht zu suchen; das haben siegethan, aber ohne Erfolg. Der Gesandte habe ferner ausgeführt, er glaube nicht, daß man durch Gesandteoder Briefe den König von Frankreich um Hülfe angerufen habe, sondern er glaube, diese sei erfolgt auf dieBewerbung (»s, In derjenigen Franzosen, die des Evangeliums wegen sich zu Genf aufhalten-

Immerhin werde man sich überzeugt haben, daß den Genfern Verrath drohe; die von Bern mögen sich dahererklären, damit man sich zu verhalten wisse; die Genfer seien eingeschlossen, wie arme Gefangene, ohne zu wissen,was ihnen von außenher drohe. Genf habe weder mit einem Lande noch mit einem Fürsten ein Verständnis!,mit Ausnahme des Burgrechts mit Bern, und wolle lieber mit Bern als sonst mit jemand leben und sterben; Bernhabe unter seinen Unterthanen keine, die ihm ergebener seien als Genf. Der Rath habe durch den Schult-heißen geantwortet, man solle sich gedulden bis am Mittwoch (22. December). Der Gesandte glaube i»der That eine (entsprechende) Antwort zu erhalten; Bern, indem es ungern eine» solchen Nachbarn (Frankreich)habe, habe den (Michael) Augsburger als Gesandten nach Basel abgeordnet, um über die Lage der Dingesich zu berathen; auch soll in Freiburg Aufregung herrschen. a.A. Gens. Abgedruckt bei Hcrminjard i. n.S. zss.

Im K.A.Genf (theilweise abgedruckt bei Herminjard l. o, S. 384) liegt das Concept eines Schrei-bens von Genf an Verey, unter dein Namen Louis Croguet in Lyon, womit er eingeladen wird, schleunigst