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4,1,c (1878) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1533 bis 1540
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591
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November 1535. 591

angetroffen. Nach gemeinschaftlichem Mittagessen haben Fontane! und Paul Vagnono ihre Credcnz über-geben und eröffnet, der Herzog könne nicht anhcrkommen, und zwar, 1. wegen etwelche» Übelbesindcns; 2. alser verreitcn wollte, sei er berichtet worden, wie der Herr von Vercy mit einigen Franzosen in feindseligerWeise heranziehe! gegen das müsse er Fürsorge treffen; 3. habe er eilfertig eine Gesandtschaft an de» Kaisernach Neapel abfertigen müsse»! sie bitten daher, die Gesandten möchten sich zum Herzog nach Turin begeben;dort werden sie auch besser als hiertraktirt"; für Pferde werde gesorgt, und in Betreff der Kosten werdendie Gesandten freigehalten. Diese haben darauf den genannten savoyischen Anwälten, dem Herrn von StäffiSund Piochet geantwortet, laut früher,» Abschied sei der Tag hicher augesetzt, den habe der Herzog durch seinen Ge-sandten Piochet versprochen zu besuchen; zudem wisse mau noch nicht, ob denen vonGcnf die Lcbensmittelzufuhr undSicherheit gewährt und das Schloß Pcncy geräumt worden sei; die Gesandten können daher nicht weitcrs gehen,sondern wollen ihrem Auftrage gemäß hier erwarten, was der Herzog ihnen vortragen werde. Auf diesesbaten die Savoycr, die Gesandte» möchten doch wenigstens »ach Jvrea gehen, bis dort werde der Herzog ihnenentgegenkommen; zudem sei ihnen aufgetragen worden, die Posten (Postieu") über den St. Bernhardsberganzulegen; aber trotz allem Fleiß, den sie hierauf verwendet haben, hätte niemand dieselben übernehmen wollen,weil man oft wegen des Schnees über diesen Berg nicht kommen könne; wären aber die Gesandten zu Turinoder Jvrea, so könnten die von Bern bei jeglichem Wetter über den Montcenis (Montdcnis") mit der Postschnellen Bericht erhalten. Alles dieses aber haben die Gesandten abgelehnt, da sie bedünken wollte, es handlesich nur uni eine absichtliche Verzögerung. Sie haben daher erklärt, wenn der Herzog nicht vermöge des ange-führten Artikels anherkommc, werden sie verreisen; wolle aber der Herzog seine Botschaft nach Bern schicken, solasse man dieses geschehen. Dieses berichteten die Savoyer eilends dem Herzog und äußerten die Hoffnung,er werde hieher kommen. Man erwarte nun die dnherige Antwort, sofern solche sich nicht lange verzögere.

4) 1535, 10. Dcccmber. Bern an seine Gesandten zu Aosta. Bericht, daß die Belästigungen derGenfer durch das Kricgsvolk des Herzogs fortdauern; sie sollen beim Herzog dringend Abhülfe verlangen.Wenn Aussicht vorhanden sei, daß sich mit dem Herzog etwas Ordentliches unterhandeln lasse, sollen siefortfahren, sonst aber heimkommen. St. A. Bern, Deutsch Missivcnbuch IV, S.W.

5) 1535, 16. Dcccmber. Eine an Michael Augsburger als Gesandten nach Basel ertheilte Instruction(siehe Abschied vom 20. December) fährt nach einer allgemein gehaltenen Neassumation der frühern, Genfbetreffenden, Vorgänge in folgender Weise fort: Auf dieses haben die von Bern, nachdem ein Anstand ver-abredet, aber von des Herzogs Partei nicht gehalten worden sei, ihre Botschaft nach Aosta gesendet, mit demAuftrage, vor Allem aus zu verlangen, daß der Herzog die Stadt Genf, als freie Reichsstadt, unbehindertbeim gütlichen Wort verbleiben lasse, wodann über die andern Punkte wohl unschwer zu verhandeln sei. Dahabe aber der Herzog die ganze Instruction der Boten zu kennen verlangt, in der Meinung, dann über Alleszu antworten. Als ihm entgegnet worden sei, die Gesandten von Bern besitzen keine Vollmacht, sich inWeiteres einzulassen, bevor der Handel in Betreff des göttlichen Wortes auf fruchtbare und billige Bahngerichtet sei, habe der Herzog weitere Antwort verweigert und erklärt, sich diesfalls mit dem Kaiser ins Ver-nehme» setzen zu wollen, demzufolge man unverrichteter Sache von Aosta verritten sei.

St. A. Bern: Jnstructionsbuch 0, f. 37.

Im St. A.Zürich: A. Savoyen liegt eine Credcnz für Fontane! und folgende datumlose deutscheInstruction: 1. Er soll sich ans dem ersten Tag einfinden und den Brief den Gesandten der XII Orte über-geben. 2. Denselben eröffnen: Nachdem der Herzog ihre Antwort in Betreff des Genfer Handels vondem letzten Tage, den seine Gesandten besucht haben, vernommen und verstanden, daß sie die Angelegen-heit also hangen lassen und keinen Beschluß gefaßt haben, so habe er sich entschlossen,in discr Statte" mitdenen von Bern noch einen Tag zu halten. Daselbst aber, anstatt gute Mittel für einen Vergleich vorzu-schlagen. verlangten die Gesandten von Bern vor Allem aus zu wissen, ob der Herzog die von Genfin der Stadt und außer derselben in seinen Landen, wie andere freie Reichsstädte, in dem Glauben, den sieden evangelischen nennen, unbeschwert verbleiben lassen wolle. Als dann der Herzog die weitern Aufträge