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4,1,c (1878) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1533 bis 1540
Entstehung
Seite
590
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ggy November 1535.

1) Instruction für die Gesandten von Bern vom 15. October. 1. Die Boten sollen dem Herzog er-öffnen, sie seien abgefertigt worden, um vor allen Dingen die Ehre Gottes zu betrachten und zu erwirken,daß ihre Mitbürger von Genf in dortiger Stadt, wie ist andern Reichsstädten beim göttlichen Worte ver-bleiben können, ohne hieran vom Herzog gehindert oder deßwegen gekränkt zu werden. Würde dieses nichtzu Stande gebracht, so würde in anderer Beziehung schwerlich eine Vermittlung erreicht werden können.Dabei sei nicht die Meinung, daß die Genfer außerhalb ihrer Stadt auf dem Gebiete des Herzogs in Be-treff des Glaubens gewaltsame Änderungen vornehmen dürfen. 2. Sodann sollen die Gesandten vortragen,die von Bern verlangen zum höchsten, daß an Genf der Abschied von St. Julien und das Urthcil von Peter-lingen gehandhabt werden,dem Herzog sin Gerechtigkeit vorbehalten." Würde dieses beim Herzog wegender für Bern und Freiburg errichteten Verpfändung der Wandt nicht zu erlangen sein, so haben die BotenVollmacht, diesen Artikel anein Ort zu stellen" und auf andere Mittel für gütliche Beilegung der genfcr-schen Anstände zu denken, so daß die von Genf bei ihrer Freiheit verbleiben. Die Boten werden fortwährendalles Vorfallende berichten. 3. Ist der Haupthandel gütlich beseitigt, so sollen die Gesandten den Herzog umBefreiung des Meister Anton Somiers bitten und ihm die Bitten und Beschwerden des Chopcllen seligenBruders um Recht gegen Michael Joutens, ferncrs dessen, der den Todtschlag zu Peterlingen gethan, desGroßweibels Kuttler, betreffend das, was ihm auf der March von seiner Gegenpartei begegnet ist, vortragenund endlich auch der zu Chillon und anderswo gefangen Gehaltenen gedenken. 4. Wenn nach vollendeterHauptsache der Handel wegen der Bündnisse zur Sprache kommt, so haben die Boten Gewalt, anzuhörenund auf Gefallen der Obern auch diese Angelegenheit zu behandeln. 5. Damit die Boten wissen, was mandem Gesandten des Herzogs, dem Herrn Piochet, als dieser die Antwort seines Herrn diesen Tag be-treffend vorgetragen hat, geantwortet hat, so theile man ihnen mit, daß dieser Bescheid in Folgendem bestehe:Obwohl weder die wider Genf vorgenommenen Rüstungen abgestellt, noch das Schloß Peney geräumt wordenist, was man doch in Folge des frühern Beschlusses derer von Bern erwartet habe, so habe man dennochzu Gefallen des Herzogs die gegenwärtige Botschaft abgeordnet, doch in der Meinung, daß die von Genffrei, sicher, ruhig und unangefochten bleiben, ungestört handeln und wandeln können, ihnen ungehinderte Zu-fuhr der Lebensmittel gewährt und das Schloß Peney geräumt werde; würde dieses nicht erfolgen, so würdeman die Gesandten durch einen besondern Boten abberufen und nichts weiter verhandeln lassen. Damit aberauch die von Genf sich friedlich benehmen, wolle man einen Verordneten dahin abgehen lassen, um Feind-seligkeiten zu verhindern. St. A. Bern: Jnstructionsbuch c, r. es. Das Datum der Instruction ist von anderer Schrift.

2) 1535, 26. November, St. Peter (im Wallis). Die Gesandteil von Bern an ihre Obern. DasSchreiben von Bern haben sie erhalten und in Betreff des französischenZügs" von den savoyischen Ge-sandten, die bei ihnen zu Romont (gewesen) seien, dasselbe vernommen, was Hans Koly denen von Bernüberbracht habe. Sic haben dann de» savoyischen Gesandten angezeigt, man vernehme, daß denen von Genfdie Zufuhr der Lebensmittel noch nicht freigegeben, das Schloß Peney noch nicht geräumt und einige Frei-burger aufgebrochen seien; das Alles sei dem letzten Abschied entgegen und wenn diesem nicht stattgethanwerde, werden sie nicht weiter reiten, wenn sie auch bis an den Berg kommen. Auf dieses schickten diesavoyischen Gesandten den Herrn von Messiere zum Gubernator der Wandt, ihm sagen zu lassen, daß er deinbenannten Abschiede Vollzug verschaffe. Als sodann die Gesandten »ach Martinach kamen, fanden sie denHauptmann Venetz, der nicht in Abrede stellte, daßsy" des Herzogs Kriegsvolk Geleit gegeben, doch mitdenjenigen Bedingungen, welche die von Bern schon kennen.Er" habesy" auch um Hülfe angesprochen,die ihm aber versagt worden sei. Die Gesandten wissen noch nicht bestimmt, ob der Herzog zu Aosta sei.Zli Martinach haben sie vernommen, daß die VIl Orte zu Lucern tagen; die Walliser hätten aber keinenGesandten dort, sondern dahin geschrieben. Die zu Bern mögen zu vernehmeil suchen, was da verhandeltwerde; es scheine, daß es die vorliegende Angelegenheit betreffe. St.A.Bcrn: Savoycn. sin» unu« bis

3) 1.535, 28. November, Aosta. Obige an Obige. Als sie gestern hier angekommen, haben sieMessierePaulo Vagniono", der früher als Gesandter in Bern gewesen sei, ferner den Secretär Vulliet und Fontancl