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4,1,c (1878) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1533 bis 1540
Entstehung
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November 1535.

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553.

Kens. 1535, 26. und 30. November.

KlNltonsarchiv Genf: Rathsregister.

I. (26. November.) 1. Der Gesandte von Bern, Hans Rndolf Nägeli, eröffnet vor dem Nath zu Genf,er sei von seinen Obern abgefertigt worden, um denen von Genf anzuzeigen, daß die von Bern Gesandte aufden Tag zn Aosta geschickt haben, und daß während der Dauer desselben nichts Neues vorgenommen werdenmöchte. Er sei beauftragt, auch zum Grafen von Challand, dem Marschall (von Savoyen), zn gehen, um znerfahren, ob er den Anstand halten wolle, und Alles seinen Obern zn berichten, damit diese, wenn sie sähen,daß inzwischen etwas Neues vorgenommen wurde, ihre Gesandten von dem Tag abberufen können. Er habeferner den Auftrag, in Genf zu bleiben, bis der benannte Tag beendigt sei oder bis er abberufen werde;endlich soll er seine Herren berichten, ob und welche Vergewaltigungen gegenüber der Stadt oder den Bürgerngeschehen. 2. In Gegenwart des genannten Gesandten beklagt sich Barthclemy Pernet, daß die Savoyardenvor drei Tagen seinen Sohn, der von der Lyoner Messe kam, zwischen Nantua und der Cluse gefangen undihm 25 Thalcr an Gold und einige Münze abgenommen haben; ebenso sei ein junger Mann, genannt Papa,gefangen worden; so sehe der Gesandte, daß man denen von Genf kein Wort halte. II. (30. November.)Auf Nägelis Forderung einer Antwort erwidert ihm der Rath, es liege die Schuld nicht an Genf, daß maunicht Friede habe, sondern an den Savoyarden, die ihre Versprechen nicht halten. Im Widerspruch mit den-selben daure die Sperre der Lebensmittel fort, fangen und berauben sie die Genfer, versammeln sie Kriegs-volk, unterstützen sie die zu Peney und andere Räuber; die Herren von Bern mögen es nicht verübeln, wennman hinaus gehe, Lebensmittel aufzubringen und die Räuber verlagt habe.

Fm St. A. Bern: Savoybnch L, S. 113 liegt die Ausfertigung der dem Gesandten von Bern cr-theilten Autwort, die gegenüber dem Genfer Rathsregister folgende Abweichungen zeigt: 1. Von einer Con-fercnz mit dem Marschall wird nichts gesagt. 2. Ziff. I. 2, des Textes fehlt. 3. Vom Herausgehen undVerjagen der Räuber verlautet nichts, wohl aber wird gesagt, daß die Genfer, ohne Pflicht, weil die Feindeden Stillstand nicht halten, aber um den Willen derer von Bern zu ehren, sich nicht außer die Stadt be-geben habe». 4. Schließlich verdankt die Antwort die Abscndung eines Commissars; die Genfer wünschtennur, eS möchten so viele geschickt werden, daß sie die Feinde der Stadt vertreiben könnten. (Französisch).

Archivllberschrift und das Register des citirten Ltuellenbandes geben das Datum irrig auf 1. October.

554.

Aostll. 1535, 27. Novöinbör bis c. 10. December.

Verhandlungen zwischen Bern und Savoyen.

Gesandte: Bern. Hans Franz Nägeli, Sekelmeister, des Raths; Peter Cyro, Stadtschreiber; Hans Rudolfvon Meßbach; Rudolf von Erlach.

Wir sind statt eines Abschiedes auf die Wiedergabe folgender weniger Acten angewiesen, die den Gangder Verhandlungen nur unvollständig erkennen lassen: