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September 1535.
sich mit dieser Antwort, x. Der Bote von Schaffhausen bittet, es möchten die von Zürich dem Heini Löuffe(alias Läuft) zu Coblenz, der die Gitter rheinaufwärts führt, die Urfehde erlassen, damit er zu jeder Zeithinauffahren könne; denn man finde nicht leicht einen Andern, der sich ans das Wasser so verstehe; ein Ab-schlagen ihrer Bitte würde ihnen großen Schaden bringen. Die Gesandten von Zürich antworten, wenn es im„nassen Fang" (Nasenfang) gewesen sei, habe man dieses dem Löuffe jeweilen angezeigt; der sei dann mit dein Fahrstillgestanden oder ans der andern Seite des Rheins hinaufgefahren; wenn er wieder so fahre, so glauben sie,man werde ihn beim Fahr belassen und die Urfehde aufheben; sie wollen es aber heimbringen.
zp. Vor den VIII alten Orten eröffnen Thomas Moser, Burger zu Bremgarten, und seine FrauMadelena, daß durch des erstem Vordem zu Bremgarten eine Messe, genannt des heiligen Kreuzes Pfrnnd,gestiftet und bewidmet worden sei. Von dieser Pfründe sei in den letzten Jahren etwas Zins unv Haupt-gut veräußert worden, so daß sie jetzt keinen Priester mehr ertrage und ledig sei. Da sie nun von denVordem des Moser gestiftet worden und dieser und seine Frau zwei alte kranke Menschen seien und sichihren Unterhalt nicht wohl beschaffen können, so bitten sie, sie lebenslänglich Zins, Nent und Gült benannterPfründe benutzen zu lassen, wogegen sie sich erbieten, jene 10 Kronen Geld oder 200 Kronen Hauptgut, welchesie auf der Stadt Bremgarten haben, auf ihr Absterben der genannten Pfründe zu vermachen und für dieselbein der Stadt Bremgarten ein Häuschen zu kaufen, damit ein Priester, der auf diese Pfründe kommt, seinenUnterhalt besser haben könne und eher darauf bleibe. Diese Bitte hat mau ab dein letzten Tag heimgebracht-Nachdem nun die Gesandten ihre Instruction eröffnet haben, wird das Gesuch der Eheleute Moser unterAnnahme der von ihnen angebotenen Bedingungen gewährt.
Stadtarchiv Bremgarten; besiegelt vom Landvogt zu Baden, Benedict Schütz, den is. September (Donnstag nach Hl. Kreuz)-
Im Zürcher Abschied fehlt Ii ; im Berner v, I»; im Schwyzer o; im Basler »—ll, Ii, i, i»,im Frciburgcr ,i—v, Ii, !, in, i»; im Solothurner ,i—v, Ii, !, iii—<»; im Schaffhauser »—U, U,I, Iii, «; i»—8 aus dem Zürcher; I, ii aus dem Schwyzer; v, >v aus dein Berner; x aus dem Schaff'hauser.
Der Basler Abschied benennt a. tor-Ao als Gesandten für Basel neben Hiltbrand auch Batt Sommer. ^Von Genf waren — laut dortigem Rathsregister vom 5. September — an der Tagsatzung zugegen ClaudeSavoye, I. Lullin, George de les Clefs und Ami Porral (wegen der Verhandlung Ii).
Zii Der Zürcher und Berner Abschied geben diesen Art. nur ganz kurz, fügen dagegen bei: Lucern hmsich erboten, seine Schiffleute anzuhalten, das Geleit treulich auszurichten, wogegen den Geleitern befohlenworden ist, von den auf der Limmat und der Reuß geführten Gütern ein bescheidenes Geleit einzuziehen,danüt niemand Ursache habe, einen andern Weg zu fahren.
Zii Ic. 1) Am Schluß sagen der Zürcher, Berner und Basier Abschied: Deßhalb lassen nun auchdie andern Orte, wiewohl instruirt, sich weiter zu bemühen, den Handel anstehen. Der Schaffhauser Ab-schied schließt damit, man wolle die Sache an die Obern bringen. 2) Vortrag des kaiserlichen Gesandten,signirt Leonardus Official sc., ä. ä. Lnccrn, 15. September, an die- VII christlichen Orte. (Bericht über denSieg des Kaisers über Barbarossa, die Eroberung der Stadt Tunis und die Einsetzung des alten wahrenKönigs, mit Gedingen, welche der Christenheit nützlich seien). Der Kaiser habe erfahren, daß in lZensseit einiger Zeit der neue Glaube durch einige falsche Prediger ausgebreitet werde, und daß die Stadt vondein wahren Glauben schon abgefallen sei und allen Gehorsam gegen ihre Obrigkeit abgeworfen habe,wodurch der Herzog von Savoyen und der Bischof der Stadt viel Mühe und Verdruß zu leiden gezwungenwerden. Da die Sache schon längst an die XII Orte gewiesen sei, um einen gütlichen Entscheid zu treffen,und die VII Orte darin viel vermögen, so befehle der Kaiser, in seinein Namen, wie vr. Stephan (Clerc)