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4,1,c (1878) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1533 bis 1540
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September 1535.

»TS.

Zürich. 1535, bald nach dem 1. September.

Verhandlung zwischen Zürich und Bern.

Gesandte: Bern. (Peter) im Hag, Venner; Michael Angsburger, Bauherr.

Statt des fehlenden Abschiedes geben wir anszüglich folgende Acten:

1) 1535, 1. September. Die genannten Bote» von Bern erhalten als Instruction: 1. Den Auftragfür eine Mittheilung „in höchster geheimd" an den kleinen und, wenn dieser sich mit der Sache nicht befassenwollte, an den großen Rath zu Zürich. 2. Auf dem letzten Tag zu Baden sei vom Rothe des Herrn vonSt. Gallen eine Schrift vorgelegen sammt der Verzicht eines Brenners, der daselbst hingerichtet worden sei-Das veranlasse die von Bern, sorgfältig zu bedenken, wie man sich gegen den Tirann von Musso, der solcheLeute bestelle und besolde, schützen könne. Da die Sache aber auch die von Zürich berühre, so wolle manohne sie nichts vornehmen. Nach der Meinung derer von Bern sollten beide Städte dem Herzog von Savoye»den Handel ausführlich berichten und ihn dringend ersuchen, den Castellan von Musso auf Recht zu ver-haften und sein Hab und Gut, das auf des Herzogs Gebiet sich findet, zu Händen beider Städte in Beschlagzu nehmen, wodann diese den Castellan berechtigen wollen. Würde der Herzog nicht entsprechen, so würdendie Städte deßnahen an ihn kommen und mit der That dafür sorgen, daß sie und die Ihrigen zu Stadtund Land nicht mehr in Gefahr stehen, durch Brand beschädigt zu werden, wie es bisher geschehen sei. Daßder Tirann von Musso der Anstifter sei, ergebe sich aus den Bekenntnissen der Brenner, nämlich JacobSpangniols, der zu Huffingen in der Obrigkeit der Junker von Schellenberg, Urbans von Augstal und KasparsSchwab, die zu Bern gerichtet, und dessen, der zuletzt in St. Gallen verbrannt worden sei.

St. A. Bern: Jnstructionsbuch k. 23.

Die Instruction läßt unklar, ob Ziffer 1 Einleitung zu Ziffer 2 oder ein Promemoria für einen selbständigengeheimen Auftrag ist; ersteres scheint wahrscheinlicher.

2) 1535, 10. September. Bern an Zürich. Die diese Woche in Zürich gewesenen Boten haben überden Erfolg ihrer Sendung berichtet. Da denen von Zürich nicht gefalle, in Betreff des von Musso an de»Herzog von Savoyen zu schreibe», wie Bern beabsichtigte, so wolle man „zu einem Anfang" den Nathschlagderer von Zürich an Hand nehmen, nämlich die Sache auf dem nächsteil Tage zu Baden den Boten gemeinerEidgenossen vortragen. Man werde diesen anzeigen, daß gemäß dem Bekenntnisse eines in St. Gallen ge-richteten Brenners alle Eidgenossen, besonders aber Zürich und Bern bedroht seien: man wolle daher alle crmahnthaben, einander beholfen lind berathen zu sein, um solchen Schaden, ivie man leider bereits erlitteil habe,für die Fnlge zu verhüten. St. A. Bdrn: Deutsch Missivcn V, S. Sö. — St. A. Ziirich: A. Bern.

ST»

Lucern. 1535, 3. September.

Wahrscheinliche Conferenz der VII Orte.

Wir müssen uns einfach auf die zum Tag vom 11. August (Lucern) mitgetheilte Missive berufen.