August 1535.
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Betreff der übrigen Artikel bleibe es bei dem Abschied von Baden. 3. Über den Anzug wegen des Burg-rechts will mau nachdenken und dann einen satten Nathschlag thuu.
Der Name des Genfer Gesandten Claude Savoyc aus dem Nnthsregister von Genf vom 5. September;Porral wird zufolge seiner ständigen Mission vcrmuthet.
Der verheißene Trostbrief wird der folgende sein:
1535, 28. August. Bern an Genf. Man sei berichtet, wie in Folge davon, daß seit einiger Zeit indortiger Stadt durch Meister Wilhelm (Farel) das reine Wort Gottes verkündet worden, Gott durch seineGnade ihnen das Licht der Wahrheit verliehen und sie daher einige päpstliche Einrichtungen und Cercmonicnnbgcthan haben. Man lobe dafür Gott und bitte und ermahne die Genfer, nachdem sie die Wahrheit er-kannt haben, in derselben zu verharren, in brüderlicher Eintracht, Liebe und Friede zu leben, wie gute wahreChristen es thun. Wenn sie so handeln, so werde Gott sie nicht untergehen lassen. Man bitte ihn, er wolleseine Gnade verleihen, daß sie nach seinem Willen leben.
St. A. Bern: Welsch Missivenbuch tt, k. 5S3I-. — Abgedruckt bei H erminjard I. c. S. S3S.
STR
Mg. 1535, 30. August (Montag vor St. Vereuentag).
^kaatSarchi» Lucern - Allg.Absch. U.s, k.lti. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd.is, 5. tso, Tschndische Abschied-sammlung: Vd 7, Nr.XXXIV.
Landcsarchi» Schwyz: Abschiede.
Tag der V Orte mit Zürich und Glarus.
Gesandte: Zürich. Haus Edlibach, des Raths. Luceru. (Haus) Golder, Schultheiß. Schmyz. (Kaspar)Stalder. Uuterwalden. (Heinrich zum) Weißeubach. Zug. (Oswald) Toß, Ammaun; Götschi Zhag. (Andere
unbekannt).
tt. Zuerst trägt Schultheiß Golder den V Orten einige Artikel vor, welche Vogt Hüuenberg von LucernMs dem Aargau gebracht hat. Die vier übrigen Orte nehmen dieselben in den Abschied, um auf nächstemTag darüber Antwort zu geben. I». Vogt Weißenbach von Unterwaldeu macht den Anzug, die Zeiten seienbesorglich; man wisse nicht, was aus der Sache der solothuruischeu Flüchtlinge und des Galgens werde,und es lasse sich wohl vermutheu daß die Sache „einen älter» Vater habe," nachdem man gesehen, wie vieleList die Berner gebraucht haben; obwohl man viele Mühe lind Arbeit gehabt, um den genfischcn SpanW vertragen, so haben doch die Berner sich nicht gütlich finden lassen; zudem seien die Genfer abgefallen,haben ihre Kirchen zerstört und mit den Bildern und Kirchenzierdeu lästerlich gehandelt; darum müsse Uuter-'uuldeu ernstlich bitten, sich mit diesem Geschäft nicht weiter zu befassen und auf der Hut zu sein. „Wie-wohl" man der Ansicht ist, daß die Herren und Obern ebenso gesinnct seien, so ivird doch zur Förderungber Sache beschlossen, dies auch Frciburg und Solothurn mitzutheilen und die Sache in den Abschied zu nehmen,damit es auf dem nächste» Tage zu Baden zu einem endlichen Beschlüsse komme, e. Der Bote von Schwyzbringt vor, Jacob Zimmermann habe trotz aller Kosten und aller Arbeit mit der Ansprache seines sel. Bruders"u Frankreich bisher zu nichts ».laugen können, und bittet dies heimzubringen, damit die Boten auf nächstenTag zu Baden hierüber instruirt werden könnten, wie man dem Zimmermann Helsen wolle. «I. Der Bote vonZi'rich bringt au die V Orte, Hans Höiv sei angeklagt, zu Muri das katholische Gebet und den Glauben ge-golten zu haben zuwider dem Landfrieden. Darüber sei er zur Rede gestellt worden, stelle aber gänzlich in