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August 1535.
ihr Herr von dieser Forderung nichts gewußt, aber nicht säumen werde, seine Briefe zu „ersuchen" und aufnächstem Tag Antwort zu geben, und da auch die eidgenössischen Boten nicht instruirt sind, so wird dies inden Abschied genommen, v. Der Landvogt im Thurgau schreibt, der Bischof von Constanz wolle die Reichenaukäuflich au sich bringen; schon haben der Papst, der Kaiser und der Abt in der Reichenau ihren Willen dazugegeben, einzig der römische König noch nicht; die Stadt Constanz suche aber den Kails zu hintertreibeil, in-dem sie sich auf einen Abschied vom Kaiser Maximilian berufe, daß die Reichenau keinem Bischof zugelassenwerden solle. Nachdem der Bote von Zürich dargethan, wie leicht es sei, aus der Insel einen festen Platzzu machen und damit den See zu beherrschen, und wie gefährlich dies in einem Kriege mit den „Äußern"wäre, oder wenn etwa ein böser Nachbar dorthin käme, und deßhalb beantragt, den Kauf zu verhindern,durch Schreiben an den römischen König, den Bischof oder den Abt, wird die Sache in den Abschied ge-nommen. 1. Die Boten von Lucern und Freiburg, die an den König voll Frankreich abgeordnet waren,erstatten Bericht: Für Befriedigung der Ansprecher wolle er (noch einmal) seine Nichter herausschicken, andie man sich wenden möge, soweit es sich um erweisliche Aufbrüche kraft seiner Ordonnanzen handle; auf denHandel Arsent's lasse er sich nicht ein, da derselbe nur Morelet's Erben angehe. Im Übrigen seien sie wohlempfangen und entlassen worden. 2. Die Boten bringen ferner vor, ihre Sendung habe mehr als drei Monategedauert, weil sie stets von dem Einen zum Andern gewiesen worden; dabei haben sie große Auslagen gehabt,da jeder selbdritt gereist sei; sie wünschen nun dafür entschädiget zu werden. K. Der Bote von Zürich legtdrei Missiven vor, von dem Herzog von Savoyen, der Stadt Genf und den vertriebenen Bürgern, die sichim Schloß Penei) aufhalten; alle Parteien suchen sich über das zu rechtfertigen, dessen sie beschuldigt sind;sie alle haben auch Boten hergesandt. Des Herzogs Gesandte verlangen nach weitläufigem Vortrag Einsetzungzu Genf, gemäß dem Abschied von Lucern; nach Besitznahme der Stadt sei er zum Recht erbötig, wie erschon zu Thonon versprochen; mit Berufung auf das Schreiben von Zürich begehrt er Entscheidung der Sacheauf diesem Tage. Die Boten der Stadt Genf beschweren sich über die fortgesetzten Drangsale und Räubereien,welche die von Peney sich erlauben, und bitten, sie bei den Abschieden und Urtheilen von St. Julien undPeterlingen zu schirmen. Zuletzt verantworten sich die Boten der vertriebenen Bürger von Genf in einerallen Boten übergebenen Schrift. Da die Mehrzahl der Boten nicht gewußt, warum dieser Tag beschriebenworden, so sind sie hiefür nicht instruirt und wird der Handel in den Abschied genominen, um ihu aufnächstem Tage zu Ende zu bringen; den Parteien aber wird anbefohlen, sich inzwischen ruhig zu verhalten,einander Proviant zu gestatten und Feindseligkeiten zu vermeiden. I». Es langt ein Schreiben ein von neunBürgern von Solothurn, nämlich Hans und Rudolf Roggenbach, Hans Hnbler, Heinrich von Arx, Konrad„Blöwcr" (Bläuer), Durs Krämer, Georg Linser, Ludwig Tischmacher und Niklaus Suter, worin sie auseinandersetzen, warum sie ihrer Obrigkeit den Frieden aufgekündet: 1. Es sei ihnen in ihrem Unfall viel zugesagt,aber wenig gehalten worden. 2. Damals sei ein Artikel in den Abschied gekommen, der ihnen nie bekanntgemacht worden. 3. Die Boten der sechs Orte haben zwischen der Stadt Solothurn und den vier Ausge-schlossenen wohl einen Vertrag gemacht, den sie aber nie angenommen, indem sie zuerst haben sehen wollen,wie er gehalten werde. 4. Sie haben bisher zu keinem Recht gelangen können. Aus diesen und andernGründen sei es ihnen nicht mehr möglich, solches länger zu ertragen, obschon sie nichts sehnlicher wünschenals Billigkeit und Recht. Der Bote von Solothurn erwiedert, die neun Männer haben den Frieden ohnealle Ursache gekündet, indem die Obrigkeit die Briefe und Verträge an denselben gehalten habe; auf die Klage,daß etliche der Räthe und Andere sie Ketzer und Verräther gescholten, habe man jene verhört, aber keine