446 Januar 1535.
T38. .
Milden. 1535, 7. Januar (Donstag nach Trium Negum).
Staatsarchiv Lncern: Allg. Absch. N 2, k, SM. Staatsarchiv Zürich - Absch, Bd. IS. k. 30«. Tschndischc Abschiedes,>iiu»!»»g ^
Bd. 7, Nr. XXIX a. KantouSarchi» Basrl! Abschiede ISSS—ISSS.
Gesandte: Zürich. Bernhard von Chain, Sekelmeister. Bern. (Niemand.) Lucern. Hans Goldct,alt-Schultheiß. Uri. Kaspar Gisler, des Raths. Schwyz. Joseph Amberg, Landammann. Unterwalden-Sekelmeister Vünti. Zug. Oswald Toß, Ammann. Glarus. Hans Wichsler, Sekelmeister. Basel. BernhardMeyer, des Raths. Freiburg. (Niemand.) Solothurn. (Niemand.) Schaffhausen. Hans Waldkirch,Bürgermeister. Appenzell. Hans von Heimen, des Raths. — E. A. A., l. 54 a.
Dieser Tag ist angesetzt wegen der französischen Pensionen, die in zu leichtem Geld waren ausbezahltworden. Da nun aber von Bern, Freiburg und Solothurn kein Bote erschienen, auch von Frankreich wedereine Botschaft noch eine Schrift angelangt ist, und man daher keinen Beschlust fassen konnte, so hat wa»dem Schultheiß Golder aufgetragen und in den Abschied gegeben, den zu Lucern versammelten Voten anzwzeigen, man halte für zweckmäßig, in aller Orte Namen an den .König zu schreiben und ihn zu bitten, du'Bezahlungen, wie von Alter her, in Kronen zu leisten; wenn aber seinerseits eine Botschaft oder ein Schreib^dort einträfe, so mögen die Boten weiter beschließen, was die Nothdurft erheische. Dabei wird abgeredet,es solle auf Sonntag vor Lichtmeß (31. Januar) jedes Ort seinen Boten zu Freiburg im Üchtland habe»,um mit einander nach Lyon zu reiten und die Pensionen in Empfang zu nehmen. ?». Da die Boten rw»Luceru und Schwyz sich geweigert haben, neben Sekelmeister Wichsler von Glarus zu sitzen, so haben d>rVoten der übrigen Orte sie ernstlich ersucht, (ihn nicht auszuschließen) und sich zuletzt ihrer gemächtigt, daiuüdieser Tag nicht gar zerrüttet würde; haben sie dann etwas gegen ihn, so mögen sie es hernach vorbringt-« . Von den VII Orten wird Johannes Zehnder von Schwyz zum Commcnthur des Hauses Hitzkirch erwählt-«I. Da berichtet wird, daß der verstorbene Commenthur Hans Feer sein Vermögen an diesem Haus verbaut,auch Pferde, Vieh und Anderes angeschafft habe, was während des Krieges vernichtet oder weggeführt wortuwsei, und die Rechnung sich wohl auf 4000 Gulden belaufen möchte, so ist beschlossen, es soll dieselbe vor denBoten der VII Orte abgelegt werden, damit jeder sehe, wie da gebaut und gehaushaltet worden sei. Hiestä'wird ein Tag nach Hitzkirch angesetzt, in des Hauses Kosten, auf Sonntag nach St. Hilarius (17. Jannarbwo jedes Ort mit einem Boten erscheinen soll. Nachdem auf letztem Tage beschlossen worden ist, es so ^der Vogt in den Freien Ämtern etliche Zinse, die einer Pfründe zu Vremgarten gehörten, einziehen, winnun angezeigt, daß Schultheiß Schodeler diese Zinse auf Befehl des Schultheiß Meist von Zürich eingezotst"habe; und da in der Stadt Baden noch andere Zinse für dieselbe Pfründe verfallen sind, so wird dies in du'Abschied genommen, um sich auf nächstem Tage darüber zu berathen. g'. Da vom letzten Tage des Toschlags wegen, den Rudi Müller auf dem Gebiete von Zürich verübt, und wofür er bereits bestraft wordullheimgebracht worden ist, ob man ihn, da dessen Hab und Gut in den Freien Ämtern liegen, noch weiü'bestrafen wolle, einige Boten aber ohne Instruction sind, so wird dies wieder in den Abschied genoninn»-K-. Es soll Einer zu St. Gallen geäußert haben, die von St. Gallen seien frömmer und besser, als die vo»den V Orten. I». Es wird angezogen, daß die von Constanz einige „verlaufene Buben" in das TlM'g^schicken zum Predigen, die dort viel Ungehorsam stiften, hie und da gegen den Landfrieden predigen, o