September 1534.
397
sollen den Bischof und alle Priestcrschaft wieder in ihre Herrlichkeit einsetzen, in der sie vor dieser Ent-zweiung gewesen, o. Die von Bern sollen lnut dein Bündniß ihm verhülflich sein, dnß er in Genf wiederin sein früheres Bcsitzthuin eingesetzt werde. Wollen sie dieses nicht thun, so werde er Genf mit der Handdazu weisen. Die von Bern werde er im Weigerungsfalle nicht weiter darum ansuchen. Mehreres könneder Träger dieses Briefes sonst berichten.
SIR
Hienf. 1534, 17. September.
jkatttvnöarchiv Genf: Nathsregister.
Gesandte: Bern. Johann Rudolf von Meßbach; Georg Schöni („Schöner").
Die Gesandten von Bern kommen von Lyon und vom Hofe des Königs und berichten (den Rath zu^"f), daß sie sich lebhast für die Befreiung des Baudichon von Maisonneuve und des Johann Colonier^wendet und dieselbe mit der Hülfe Gottes erlangt und die Betreffenden wieder zurückgebracht haben. Man^stattet ihnen den besten Dank.
StT
Kens. 1534, 19. September.
Kantoiisal'chiv Genf: Rathsregister.
Gesandte: Bern. Jacob Tribolet; Anton Bischoff.
l. Vor dem Rathe zu Genf eröffnen die Gesandten von Bern, ihre Obern seien entschlossen, die von Genfihrem guten Recht zu unterstützen. Da nun diese durch den Herzog von Savoyen und seine Angehörigeniiiglich belastigt werden und jener gegen Genf einen Hcerhanfen von Räubern, Banditen und Wegelagererndünnst und nicht aufhöre, der Stadt beständige Unruhen zu bereiten, so seien sie beauftragt, wenn die vones wünschen, bis auf weitem Befehl hier zu bleiben, sie mit Rath und That zu unterstützen und die^festiguug der Stadt zu betreiben, wofür sie nun bereit seien. Der Rath erklärt, daß er mit Dank gegeni'ie Gesandten und deren Obern diese Anerbieten annehme, und bittet sie, von ihren Aufträgen Gebranch zuZachen. Hierauf eröffnet ihnen der Rath, daß er zum Zwecke der Befestigung der Stadt die SchleifungVorstädte befohlen habe; da nun Einige dieser Maßregel sich widersetzen, so bitte man die Gesandten, sich'v't den vom Nathe Beauftragten an Ort und Stelle zu verfügen und zu sehen, was man abbrechen wolle,v»d dahin zu wirken, daß der Befehl des Rathes vollzogen werde. Die Gesandten übernehmen dieses bereit-willig, 2. A„i 20. September eröffnen die Gesandten dasselbe vor dem Nathe der Zweihundert und erhalten°'°selbe Antwort.
Zu einiger Ergänzung für die Darstellung der Lage und Wirksamkeit dieses Commissarints, sowie derbeiden andern, gleichzeitig in Sachen der Genfer thätig gewesenen Gesandschaften möge nachstehende Missivefolgen:
1534, 20. September. Bern an seine Gesandten zu Genf. Gestern habe man ihre,: Brief sammt derihnen mitgetheiltcn Warnung, die durch Vcnner Schöni und Rudolf von Meßbach (siehe 17. September)