Januar :c. 1534.
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XXVI. (22. Februar.) 1. Der Rath der Zweihundert vernimmt ein Schreiben derer von Freiburg, worittGe denen von Genf des Glaubens wegen Vorwürfe machen. Er läßt ihnen antworten. 2. Die GesandtenBern tragen vor, sie haben nun zum vierten Male den Barfüßerprediger gehört, von dem gesagt'"""den sei, daß er nur das wahre Evangelium predige; das sei nun nicht der Fall; im Gegentheile, er entstelledurch seine J^-thümer die Schrift; auf Verlangen können sie zeigen, in welchen Punkten dieses geschehen sei; sie"Mm darauf dringen, daß man dieses reiflich bedenke, ansonst könnten sie die Ihrigen nicht zurückhalten, daß^ ihn nicht öffentlich widerlegten. Sie bitten ferner, dem verbannten Alexander die Rückkehr zu gestatten,der Verfolg der Sache ergeben, daß er dein Prediger mit Grund widersprochen habe. Sie wiederhole,?,daß ihre Prädicantei? und sie selbst, wenn sie durch die Stadt gehen, von dem Volke stets beschimpft werden,"'de»? man sage, sie predige?? in einem Schweinstall, als Ketzer wagen sie ihre aufrührerischen Reden nichtGütlich zu halten, und Anderes. Das dulden sie länger nicht; Einige behaupten sogar, was die Gesandten"langen, geschehe nur auf Antrieb Einiger in der Stadt Genf und nicht auf Geheiß ihrer Ober?? zu Bern;"'°u Möge in dieser Beziehung ihre Aufträge besehen; sie verlangen daher gemäß ihrer Instruction, daß manß)»c>? wenigstens während ihrer Anwesenheit in Gens einen öffentlichen Ort in einer Kirche der Stadt undü»e Stunde bezeichne, da sie ihre Prediger anhören können, damit e^ nicht se?ne? heiße, sie lassen in einen?^weinstall predige??' Gegen die Messe und die Bilder werde nichts vorgetragen werde??. Der Rath ant-'"°Uet, er habe ,üe gezweifelt, daß die Gesandten etwas Anderes verlangen, als das, wofür sie von ihre??^r>? beauftragt seien. Den Barfüßer ,verde man aufmerksam machen, daß er nur die in? alte?? und neuenMtainent enthaltenen Wahrheiten vortrage, andernfalls man sich gegen ihn ii? anderer Weise vorsehe?? müßte-Alexander sei nur auf ein Jahr, und zwar wegen Tumults verbannt morde??; das Nrtheil lasse sich nicht a??f-^m. Betreffend das Verlange?? wegen Zeit und Ort für das Predige?? thue den? Rath leid, wenn bezüg-Beschimpfungen erfolgt seien; wenn ihn? die Urheber derselbe?? bekannt wäre??, würde er sie bestrafe,?;Gebens stehe es nicht ai? dem Nathe, ihre?? Predigern eine Kanzel zu verwilligen, dieses komme den? Bischofdessen Vicar zu, die über das Geistliche zu regieren haben; würden sie indessen selbst einen Platz be-dien, so seien sie mächtig und man würde nicht 'vage,?, sich ihnen zu widersetze.?; sie mögen nun thun, wie sie"" M finde??, der Rath werde sich mit dieser Frage nicht mehr behelligen; man bitte indessen die Gesa.?dten,M betreffend der Predigt mit dem zu begnügen, was man ihnen verspräche.? habe, und diese Antwort zumaufzunehmen, da sie einsehen werde.?, daß der Rath Mehreres nicht thun könne. Die Gesandten ent-M"e», sie habe,? diese Antwort nicht erwartet; sie wollen ,???>? über Alles die Antwort ihrer Obern gewärt?gen
""b da,??? nach deren Befehl handeln. ^
XXVII. (27 Februar.) Die Gesandten eröffnen vor den? Rath: I.Sie haben gehört, daß der Barfüßer^°b Bernard dieser Tage Farel beschimpft habe; da nun Farel ei.? Diener derer von Bern sei, so ver-
sie zu .visse??, welcher Ausdrücke sich Bernard gegen ihn bedient habe. Bernard und Farel wurde.?""u verhört - der Barfüßer bittet um Verzeihung und die Sache wird beigelegt. 2. Die Gesandten tragenv°r, st! haben nun schon oft den Predigten des Barfüßers zugehört; dieser halte sein Versprechen incht,"erdnnkle die evangelische Wahrheit; wenn der Rath dießfalls nicht Ordnung schaffe, so werden die Ge-lten ihre.? Obern schreibe,?, daß man Eines verspreche und das Anderes thue; sie anerbieten sich auch jetzt,Milkt siix PuM die Jrrthülner des Predigers nachzuweisen. Der Rath beschließt, den? Prediger vorzustellen,^ er sich bessere und die Gesandten zu bitte??, hierbei anwesend zu se?n.
XXVIII. (I.März.) Vor de??? Rath der Zweihundert tragen die Gesandten vor: 1. Von ihren Ober??