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lhre Boten das freundlich anhören und heimbringen. Wegen der heimlichen Practiken gegen die göttlicheWahrheit, wie solche jenseits des Gebirges im Gange sein sollen, sei ihnen nichts bekannt; wenn man dies-falls etwas wisse, möge auf dem Tag zu Baden hierüber geredet werden.
K.A.Basel: Missivenbach 15A-Z5, k. It7.
2) In der Instruction für den Tag zu Baden vom 15. Januar werden die Gesandten von Basel beauf-lagt, die Boten von Zürich und Bern in ihren Herbergen zu besuchen und ihnen zu eröffnen, wie die vonVasil wahrzunehmen glaubten, daß nach dem letzten Kriege, mit dem uns Gott unserer Sünden wegen ge-flaft, zwischen Zürich und Bern heimlicher Unwille herrsche. Da dieser dem göttlichen Wort und ihnen allenfchädlich wäre, so haben sie ihre Botschaft an beide Städte geschickt, sie zu bitten, das Geschehene Gott zuempfehlen. Zur größten Freude haben sie an beiden Orten freundliche Antwort und die Versicherung er-halten, daß kein Unwille vorhanden sei. Man bitte daher die Gesandten beider Städte, einander selbst gegen-5ltig zu erklären, daß sie wieder gute Freunde und treue liebe Eidgenossen seien; oder wenn sie hiefürline Vollmacht haben, dieses Ansuchen an ihre Obern zu bringen, damit demselben auf dem nächsten Tagsiattgethan werden könne. K.A.Basel: Abschiede isss-30.
Lucern. 1534, 5. Januar (auf der hl. Dreiköuigeil Abend).
^Usarchj» Liiceru : Allg. Absch. N, l, t. 144. jiaiitoilsarchiu ssrcibnrg : Abschiede AaSclkel 82. antoiiSarchiv Solothiir»: Abschiede Bd. 20
Tag der V Orte sammt Freiburg und Solothuru.
Gesandte: Solothuru. Haus Dobeu, des Raths; Jacob Berti, des großen Raths. (Andere unbekannt),k». Dieser Tag wurde angesetzt, um das neue Burgrecht mit Solothuru und Wallis zu beschließen undbesiegele Dasselbe wird von den V Orten besiegelt und dabei angeordnet, Solothuru solle den Brief mit-^ t»leu und auch besiegeln, ihn alsdann Freiburg zusenden, und nachdem er auch dort besiegelt worden, soll^ burch einen „geschickten Mann" nach Wallis gefertigt und sofort wieder hieher gebracht werden. Aums ,nird mit dem gleichen Boten ein umständlicher Bericht versendet über den ganzen Verlauf des Gc-^ ftes. i,. mau wegen der Sperrung der Basler verschiedeil instruirt ist, so wird die Sache nochmals^ ben Abschied genommen, um auf nächstem Tag zu Baden Antwort zu geben. 2. An die Regierung zusoh ^^ mird in dieser Sache ernstlich gesch 'ieben. « . Ein Müller aus dem Freien Amt, Namens Huber,bei letzter Empörung zu Solothuru nach Zürich geschickt worden sein, um Weisungen einzuholen, ivie^ ^ch verhalten sollen; er soll auch guten Bescheid empfangen haben. Daher wird Vogt Nußbaumer vonUnd sich darüber zu erkundigen und nach Baden zu berichten, Ivo die Boten auch über Stierli
bie andern zwei, die er augegeben, Vollmacht haben sollen. «R. Da man vermuthet, daß Bremgarten,.^ zum Kriege käme, von den V Orten absallen und seine Zusagen nicht halten würde, so will manl auch darüber beratheu. Der eingezogenen Erkundigung gemäß hat Schultheiß von Erlach bei dem^wltand zst Solothuru geäußert, Bern werde den Solothurnern mit Gut und Blut beistehen; darum be-l'llea sie keiner anderen Hülfe; wenn aber jemand aus sein Gebiet ziehen wollte, so würde es dies verwehren.' Nachdem auf letztem Tage zu Baden einige Orte den Welseru zu Lauis das Geleit nicht hatten ertheilen. vernimmt man jetzt, daß die Welser mit dem „neuen Unglauben befleckt" seien und Andere auch'^'zuführen suchen; dies soll heimgebracht werden, uvl ernstlich zu berathen, wie mau es mit ihnen halten