Druckschrift 
4,1,c (1878) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1533 bis 1540
Entstehung
Seite
207
Einzelbild herunterladen
 

November 1533.

207

Bemerkung. Dieser Tag der V Orte dauerte bis um den 20. November. Während Gesandte der eid-genössischen und zugewandte» Orte in Solothurn vermittelten, tagte» besondere Nathsbotcn der V Orte in Lucernund traten einerseits mit den Abgeordnete» ihrer Orte zu Solothurn. mit Freiburg und Solothurn .» Verbindung undentwickelten anderseits nach Außen eine ziemlich umfassende Thätigkeit. Ucber ihre Verhandlungen liegt, mitAusnahme des im Text Mitgeteilten (Geringfügigsten von dem. was sie thatc») kem Abschied vor. Wirlassen daher zur Bekundung der Dauer und der ziemlich vielseitigen Verhandlungen dieser Confcrcnz d.e nach-stehende» Actenauszüge folgen.

1) 1533 31 Octobcr (Vigilia. 0nm. Sanol.). 7 Uhr Nachmittags. Der Rath von Freiburg anLuccrn (und' die andern der V Orüe.) Ihn. sei in Landmärswcis diesen Abend Bericht zugekommen, daß inSolothurn Unruhe sei. Bern habe seine Gesandten verordnet, auch Freiburg seine Boten geschickt. Ria»berichte das, damit Luccrn (u. d. A.) ein Gleiches thue.

A ^reibura: Missivenbuch Nr. 10. — St. A. Lucern: A. Religionshändel. - Slbgedruckt im

" Archiv für schw. NeformationS - G es ch. l. 615

2) 3. November (Montag nach Allerheiligen). Lucern. Die Boten der V Orte an Zürich (.., A.)Erzahlungder bekannten Vorgänge in Solothurn bis zur Besetzung u..d Verschanzung der Vorstadt durch d.e Evange-lischen. Diese Empörung sei ihren Ober» in Treuen le.d und es haben dieselbe» ihre ..tra fenl.ch" Send-bote». zwischen den Parteien zu vermitteln, abgeordnet. D.e Boten von Bern w.ewohl es geheißen sie se.enauch zu scheiden abgeschickt, sollen jetzt nicht mehr bei denen ... d-rSmdt. sondern be. den Ungehorsamens-in. was die Boten sehr befremde; man wisse nicht, woh.n d.e Sache sich landen" wolle S.e bitten ...Treuen vermitteln zu helfen, dan.it Frieden und Ruhe ... der Eidgenosstnschaft erhalten und d.e von Solo-thurn in der Stadt bei ihren Freiheiten, alte.» Herkommen. Bünden und Rechten bleiben mögen.

St A Zürich l A. Solothurn. — IlMvm: Tschudische Documcnteusammlung Bd. .0, Nr. s«.

3) -r 3 November (Montag nach Omnium Sanol.). Luccrn. Die V Orte an Freiburg. Antwort aufden Brief vom 31 October Sie haben sofort ihre Anwälte hingeschickt, alles das zu handeln, was zuFrieden. Ruhe und Einigkeit dienen möge, denn der Aufruhr in Solothurn sei ihnen in Treuen leid. Ess°i nöthig daß ...an Mühe .ck.d Arbeit nicht spare, die Späne zu beseitigen und brüderliche und bürgerlicheEinhelligkeit wieder herzustellen. a.A.s«.

3) d 3. November (Montag nach 0mn. Sanol.). Vormittag 8 Uhr. Lucern. Die Boten der V Orte anFreiburg. Betreffend die Solothurner Empörung sci die Meinung ihrer Obern, „sofern sich fugen wurde,baß si. die altgläubigen, b.) recht und ire... glauben nit beliben möchten, daß w.r zugesagt, lyb und gut zuze-s-tzen und das truwlich inen erstatten." Mau hoffe das Gleiche von denen von Fre.burg und wolle s.edeswegen laut Burgrecht. Bünden und Zusagen zu.» höchsten ermahnen, wenn es gegen d.e a tglaub.genSolothurner Krieg gebe» sollte, diesen und den V Orten treulich „zuzusetzen" und Hülfe zu beweisen.

iyu.nc. Ztrug gevc» sva.e. ^ ^ „ob«sch.ist. aus °i..°m Quur.biatt bei -big-m Briese.

4) 5. Noveniber (Mittwoch nach Allerheiligen). Lucern Die Rathsbote., der V Orte an die Schied-bote.. der V Orte und von Freiburg in Solothurn. Den Rathoboten gefalle das ehrliche und stattlicheHandeln der Schicdboten. Diese mögen allen Fleiß anwenden, daß zwischen den Parteien Fw.eden und Ruhe»nnacht werde; doch allweg de... gestrigen Schreibe» der Rathsboten, be. den. sie es ganzl.ch verble. ^..aue „achwis und daß die altgläubigen kein fallet dadurch annänm.. sonders w.e bisher .rem g oube» auschaden gehandelt werd." Ria» sei ferner berichtet, daß die von Bern be. denen von Zürich begehrt haben,baß sie. wenn die Sache nicht vermittelt werde, ihnen nach ihrem Vermögen H. fe Rath und Beistand thun.

- Dieses haben die von Zürich verweigert. Auf dieses hätten die Berner verlangt daß sie wenigstens Haupt-lentc, Lütencr und Fendrich erwcllcnt und us »ement". und freiwillige» Zuzug gestatten. Dieses hatte» da»»die von Zürich bewilliget Doch zu,» Krieg zwinge» wollen sie .»emandc». Dieses habe »,a» von HauptmannVolsinger von Zug. ' -vA.F«.burg-