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4,1,c (1878) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1533 bis 1540
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November 1533.

^ck 12. Wenn Drohungen erfolgt wäre», hätten sie solche, wenn sie nichts Unfreundliches im Sinnehatten, dem Schultheißen und Amtmann anzeigen solle». Statt dessen bestimmten sie eine Stunde z« be-waffneter Sammlung, machten ungcwarnt und hinterruks Schultheiß und Rath einen Aufstand, liefen an'SThor, nahmen dem hiezu beeidigten Schlüßler die Schlüssel mit Gewalt, blieben unter dem Thor, ihre Mit-haften zu erwarten, schickten »ach diesen aus und als diese nirgends gesehen worden, lagerten und vcrboll-werkten sie sich vor dem Büchsenhaus, bis der Schultheiß und andere sie zum Abzug beredeten. Man nwgehieraus auf ihr Vorhaben schließen.

^<1 13. Daß man Büchsenschtttzcn in das Haus des Propstes und das des Rudolf von Roll gelegt, sei Z»"'Zwecke der Abwehr geschehen, da die Gegner mit Bollwerk, Gewehr, Harnisch und Büchsen gerüstet warenund das für darby hielten." Die Vermittlung durch den Schultheißen und andere haben die auf deinKirchhof zuerst angenommen, doch sollten die Gegner zuerst abziehen, weil sie die Anfänger gewesen. Diese,anstatt, wie man ineinte, Gewehr und Harnisch abzulegen, zogen hinab über die Brücke, warfen selbe ob,schanzten sich ein, sperrten die freie Straße und hieben jenseits das Thor auf, um die Landleute (»»»>»'Herren und anderer landlttte") ungehorsam zu machen. Das bewog die Bürger, das Geschütz zur Brücke Z»führen. Des Pulvers Hütten sich die Gegner schon bedient, wenn ihr Anschlag geglückt wäre; sonst abermochten sie nicht damit fortkommen. Der Obrigkeit wäre recht gewesen, wenn Brief und Siegel, Ver-träge und Mandate gehalten worden wären; aber die Gegner haben weder den ersten, noch den letzten Ver-lrag gehalten.

^Lck 14. Von dem blutrünstig geschlagenen Manne wisse jedermann, wie viel Frieden und Ruhe diesersein lebcnlang in der Stadt Solothurn gemacht habe. Glaube er aber, es sei ihm unbillig geschehen, sthabe die Obrigkeit gut Gericht und Recht.

Wie die Gegner behalte sich auch die Obrigkeit vor, diese Artikel nach Nothdurft, Willen und Gefalle»zu mindern und zu mehren.

A. Freiburg: Ungebundene Abschiede! loseij Hest, die oben bei Zisser S5> citirte Sammlung. Ebendaselbst! Abschiede B. Ii, idl. ü-N.

4«)) 8. November (Samstag vor St. Martini), 10 Uhr Nachmittag. Die Boten von Bern in Solothnr»an ihre Obern. Heute früh seien sie nach Wietlisbach zu den Abgewichenen geritten und haben von diese»folgende schriftliche Antwort erhalten! Um des Friedens und der Ruhe willen bitten sie ihre gnädigen Herren,wenn sie ihnen entgegen gehandelt, ihnen zu verzeHe», doch vorbehalten das göttliche Wort und daß es be>den dießfälligen Vertrügen, Mandaten, Brief und Siegel, die vor der Empörung errichtet und zu Stadt »»bLand zugesagt worden, verbleibe. Im Übrigen werdeil sie Leib und Gut zur Stadt Solothurn setzen, isthorsain sein und die Schiedboten handeln lassen. Die mündlich crtheilte Antwort sei anders gestaltetgewesen. Bericht, wie den Boten während ihres Aufenthalts in Wietlisbach Nachrichten über Rüstung"'der Lucerner und ivie Boten der V Orte in Luccrn liegen und den Ausgang der Dinge erwarten, M"kommen seien. Als dann die Boten auf den Abend wieder nach Solothurn gekommen, haben sie die Boten dl»V Orte berufen und diesen die zuletzt durch Conrad Tttbi ihnen zugekommene Instruction sanimt andern »»tstwendigen Artikeln eröffnet. Man habe das zum höchsten verdankt und bemerkt, es seien zwar die Obrstkeiten der V Orte etwas unruhig gewesen, weil ihnen berichtet worden, die von Bern hätten ei» Ort de»Eidgenossenschaft um Beistand für die Abgewichenen ersucht; dieser sei zwar verweigert, doch Hauptlcutc »>^Venner erwählt und freiwilliger Zuzug gestattet worden. Indessen habe man dieses nicht geglaubt;haben sie erfahren, daß an einem großen Markt zu Burgdorf oder Hutwyl das Volk unverholen a»sg"sprachen habe, den Abgewichenen mit Gewalt zuziehen zu wollen. Sie, die Boten der V Orte, haben aber stctsst' ^von ihren Obern Briefe erhalten, die sie vorweisen wollen, des Inhalts, daß sie bcholfen sein sollen,zu vermeiden; nicht minder haben sie eingesehen, daß die von Bern und deren Gesandte in diesem Ha'st"unparteiisch das Beste thun wollten, was sie zwei Mal ihren Herren berichtet hätten, worauf vieles»biststellt" worden sei; man werde auch die jetzige Eröffnung berichten, was zu Frieden und Ruhe gereich"'werde. Sollten noch ungehorsame Leute etwas vornehmen wollen, so ersuchen sie, dieses zu hindern. ^