Druckschrift 
4,1,c (1878) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1533 bis 1540
Entstehung
Seite
185
Einzelbild herunterladen
 

November 1533.

185

und Kinder ihnen nachschicken. Diese Antwort wnrdc auf Verlangen der Sch.cdbote» denselben Nachmittagsschriftlich mitgctheilt. (Folgt ein Verzeichnis; der ausgezogenen Bürger, geordnet nach den Zünften wie folgt:Wirten 5. Pfistern 5. Schifflcute» >7. Schmiede» >9. Weber» 3. Schuhmachern 15, Schneidern ., Metzgern k,Germer» 3, Bauleuten 7, Zimmerlcuten 17). n.A. Solothurn: RaU)Sp>°.olo.. B. xxii... s

K. A. Frciburg: Adschiede B Ii. k. i. bctilc.t:Abscheydbuch durch A.ernndcrn A.oynoz geschnedc» .

22) 5.. November (Mittwoch nach Allerseelen). Vordem kleinen Rathc zu Solothurn zeigen einige Boten an,daß gemäß eingezogenen Erkundigungen zu Wictliöback^allerdingö einige, die durchpassirc» wollten, angehaltenworden seien: nun aber habe man erwirkt, daß die Straße für jedermann offen sei.

K. A. Solothurn: Rathsprotokoll B. XXIII. S. 3K7 3K3.

23) 5. November. Mittag. Peter von Wcrd und andere Gesandten von Bern in Solothurn an ihreObern. Bitte um Antwort ans diefordrigcr nacht und gestern" erlassenen Briefe. Gestern haben Nachu»d Bürger von Solothurn ihre Meinung bezüglich ihrer Gegenpartei eröffnet, worauf d.e Schiedortc sichb-wthen und nebst den. Sckel.neistcr (Tillinann) und Konrad Tübi von Bern aus jedem Ort eine» Boten"ach Wietlisbach und Wange» geordnet haben, die Anliegen und Beschwerde» (der dort liegenden Parte» zu höre»,-obald diese zurück seien, werde man alle» Handel gründlich berathen; bis jetzt habe man d.e Ansicht derer zuWietlisbach auf die Meinung derer von der Stadt nichteigentlich" gekannt. Beilage eine Mlsstvc desAmtmanns zu Aarwangen, deren Beantwortung die Boten Schultheiß und Rath überlasse».

St. A. Bern: Solothurner Handlung betreffend die Reformation, S. 153.

24) 5>. November. Nachmittag. Die Boten von Bern in Solothurn an ihre Obern. Die Bote»übersenden in Abschrift die vor Schultheiß, Rüth und Burgern geschehene Verhandlung betreffend die Abge-wichenen. Dieselben haben sie dnrch eine Abordnung aus ihnen hentc der ganzen Gemeinde der Abgewichene»z« Wietlisbach vorgetragen und ihnen gcrathcn, Gewehr und Harnisch abzulegen, damit die Boten zu deinHandel greifen und zu beiden Seiten untcrhandeln könne»! überhin seien sie auf dem Gebiet von Bern sicher;daneben wurde von ihnen verlangt, daß sie eine Verantwortung über d.e Ursachen solcher thtttlichcn Handlungabgeben möchten Die Abgewichene», nach gehabter Bcrathung. antworteten, daß sie Gewehr und Harnischablegen und sich fügen (schiken") .vollen, aber es solle keine Sönderung unter ihnen vorgenommen werden.Diese Antwort und die schriftlich übcrgcbcne weitläufigeKlage" haben d.e abgeordnete» Bote» ihre»M.t-^s-llen" angezeigt und es wurde beschlossen. Morgens 3 Uhr vor Schultheiß. Rüth und Burger zu begehren,daß man keine Sönderung vornehme und einen Platz bezeichne, auf den, man näher zusammen kommen könne,damit die Boten die Abgewichenen zu Haus und Hein, bringen »lögen. W.e man nämlich vernehme sage»

von Solothurn ihre.! Landleuten. daß sie die. welche ko.nn.cn und zun, Panucr schwören und gehorsam

uit wollen trengen. was das ».ehr b.) ine» ist"! dadurch begeben sich v.eleGutw.ll.ge" zur Gegenpar.wodurch der Hause der Abgewichenen sich nicht vermehre. Bitte ...» Antwort au d.e gestern Mittags undAbends abgesandte» Briefe, besonders wegen Hcimlassuug einiger Boten, da große Kosten laufen und s.eunter de» Schiedortc» nur eine Stimme haben. . v

Beilage (zwei Abschriften) der Beschlnß beider Räthe von Solothurn von. 4. November (Dienstag nachAllerheiligen) 2t. A Ann: Sotothnrncr Handlung bctnssrnd dir Rrsornintion, S. im.

25)Antwort, e.itschuldigung und ursach der empörung, so die "sstni zu>>> krieg bewogen haben:".. l, Anfang haben Rüth und Bürger de» Glaube» als c.nc freie Gabe Gottes icdcrmann f.e.ge-llellt n,,d zr Bestätigung dessen ihre Botschaftmandatlichcr" Wc.se auf d.e Bindschaft geschickt, daß man"'°hre. welche bei de», reinen Wort Gottes und hl. Evangelium oder be. der Messe ble.be» wollen. Da habe

Mchrtheil die Angelegenheit der Obrigkeit anheimgesetzt. Diese aber wollte sich der Sache ...cht i.ntcr-^hen. sodrr forderte bei Eidcspflicht auf. daß jeder sich entscheide, be. was er bleiben wolle. Da habe°w Mehrheit sich entschiede», bei». Wort Gottes und hl. Evangelium zu bleibe» und Messe und Ccrcmon.enverlasse». Zufolge de.» befahl die Obrigkeit alle» Prädieante» und Seelsorgern, bei Verlust der Pfründen.

Wort Gottes lauter »ach der Schrift, ohne Vermischung menschlicher Satzungen zu verkünden. 2. De»

24