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4,1,c (1878) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1533 bis 1540
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179
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November 1533. 179

Herren von Solothurn schicken sich an. für und für die Messe wieder einzuführen und durch eine Botschaftdie we^cn des Evangeliums ergangenen Mehrenabzuwenden". Dabei vernehme man, dasi die Eidgenossenvon Lucern und andern Orten in zwei oder drei Tagen anherkommcn und den Glaubenusmachen" werden.Das und Anderes habe sie bewogen, sich zu vcrcinigeu und das Geschützhaus zu nehmen, wobei sie aber vonde» Büchsenübcrlangt" worden und daher einegcwarsame Hand an die Hand genommen" und die Bor-stadt verschanzt haben.' Bei dieser Gefahr und da sie nichts Anderes begehren, als daß Versprochenes ge-halten werde, bitten sie um getreues Aufsehen. Es sei zu bedenken, was weiter erfolgen möchte, wenn dieGegner mit ihnenübern keinen." Sl.A. Bern: Soiothurncr Handlung betreffend die Reformation, S, 7Z.

3) 31. Octobcr (Freitag nach Simon und Judas). Vor dem kleineu und großen Rothe zu Solo-thurn erscheinen sechs Boten von Bern, zeigen au, ihrer Obrigkeit sei die Mißhelle leid; sie seien abge-schickt für Herstellung von Friede und Einigkeit das Nöthige anzuwenden und bitten, ihnen zu vcrstatten, inder Güte zu verhandeln. Es wird diese Eröffnung verdankt lind beschlossen, morgen hierüber zu berathcn,nachdem man zuvor untersucht haben werde, was Bund und Burgrecht enthalten.

" > , / K.A. Solothurn: Rathsprototoil, Bd. XXIII. S.-Z9Sit.

4) 31. October, 5 Uhr Nachmittag. Die sechs ersten Boten von Bern zu Solothurn an ihreOber». Sie haben um Mittag dieGutwilligen" in der Vorstadt mit Gewehr und Harnisch in guter Zahlangetroffen ; bei ihnen einige von Wangen und Landshut. Die Abgewichenen haben den Boten ihre Beschwerdenentdeckt und zeigten sich willig, »ach ihrem Rnthe zu handeln. Hierauf hätten die Boten eine Abordnungan Schultheiß und Rath von Solothurn gesandt, zu fragen, ob man sie als Vermittler anerkenne. Es seidieses zugestanden, jedoch gefordert worden, daß sie die Zuzüger von Bern (die unser»") abmahnen, wie Bundu»d Burgrccht es erfordern. Diesen Bescheid hätten die Boten den Gutwilligen angezeigt und von diesendie Zustimmung erhalten (das habend si uns bewilliget"), worauf die Boten denen von Bern befohlen,abzuziehen und bis auf weiter» Bescheid daheim gerüstet bei einander zu bleiben. Das sei dann befolgtworden. Alan vernehme, daß Boten nach Luccrn geschickt worden; was weiter aber im Plane liege, wisse"wu nicht; die Stadt erhalte Verstärkung von den Bauern vom Leberberg. die Gutwilligen von denen vonNumenthnl; einige andere. z.B. von Kriegstetten stehen vor dem Thor und sehen zu. Nach Abfertigung derBerner Zuzüger seien die Boten dann eingelassen und auf der Gerwerstube vor Rüthen und Burgern ihre In-struction angehört worden, wobei die Boten auch erläuterten, daß die Obrigkeit von Bern von einem Zuzugder Ihrigen'nichts gewußt habe. Die Antwort sei dahin erfolgt, daß morgen in Sache berathcn werde.Die Boten lagen dann dem Schultheiß und Venner an. ob nicht möglich sei, daß beide Thcile Gewehr undHarnisch ablegen und das Geschütz entfernt würde. Diesen Abend, hieß es, könne dieses nicht geschehen, eswerde aber nichts Unfreundliches erfolgen. Die Boten wurden gebeten, in der Stadt zu bleiben, was siethaten; ihre Pferde stehen »och in der Vorstadt, werden aber morgen auch hereinkomme».

St. A. Bern: Soiothurncr Handlung betreffend die Reformation, S.7S.

5) 31. Oetober. Itt Uhr vor Mitternacht. Solothurn. Die Bote» von Bern an ihre Ober». DiesenAbend, als man zur Ruhe wollte, seien die von Solothurn in der Stadt mit Trommel und Pfeife ansbie Scharwacht gezogen und haben über das Wasser hinübergeschrien, was die in der Vorstadt erw.cdertcn,

daß in der Stadt Lärm geschlagen wurde. Die Boten von Bern begaben sich zum Thor an der Aare,wo INN» das Geschütz abschießen wollte; doch sei dieses dann unterblieben. Die Gesandten verweilten daselbst,bis alle, mit Ausnahme der Wachen, abgezogen waren. Der Schultheiß und einige Ruthe versicherten sie,boß nichts Feindseliges vorgenommen werde. UcbrigenS behaupte» diese, daß dieGutwilligen' den Handelschändlich tmd verräthcrisch und ohne Ursache angefangen hätten. Für die Gutwilligen sei vieles zu besorgen,ihr Anschlag habe übel gefehlt; sie hätten den Handel besser bedenken sollen.

0 1 ^ St. A. Bern: Soiothurner Handlung betreffend die Reformation, S. og.

3) 31. October. Rüth und Burger von Freiburg instruiren die nach solothurn geschickten (drei erst-benannten) Boten, alles das zu handeln und zu thun, was zu Fried und Ruhe diene und die Billigkeit

K. A. Freiburg: JnstructionSbuch Nr. 2, toi. 101.

erfordere.