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4,1,c (1878) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1533 bis 1540
Entstehung
Seite
111
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Juni 1533.

Zu nrnr. 1) 1533, 4. Juli. Bern NN die Boten der V Orte zu Bade». Die Gesandten derer vonBern hätten geschrieben, daß die der V Orte das Friedgeld gefordert, welches zu Pfingsten beim Vogt zuBaden hätte abgelegt werden sollen, und berichtet, was sie . hierauf geantwortet haben. Sodann habe manvon der Antwort der V Orte auf die Verwendung derer von Bern für Brcmgarten Kenntnis; genommen.Die letztere habe man i» dieser Weise nicht erwartet; man bitte nochmal zu bedenken, wie schwer es sei,jemandes Gewissen zu binden. Man möge daher zu Gefallen derer von Bern ihnen entsprechen und dievon Bremgarten nicht härter bestrafen, als andere gemeine Herrschaften. Wenn auch Bern im verflossenenKriege von denen zu Bremgarten die Hand zurückgezogen, so möge man doch erwägen, daß diese, nachdemsie einmal in Gemäßheit des Friedens bestraft worden, nicht weiter gedrängt und die von Bern ihrer Gerech-tigkeit daselbst nicht beraubt werden dürfen, zumal der Landfriede ihnen daselbst nichts benommen habe. Imgegentheiligen Falle müsse man das Recht dermalen Gott empfehlen und die Sache einstweilen auf sich be-ruhen lassen. Das Friedgeld sei man bereit jeden Augenblick zu erlegen, wenn der Landvogt zu Bade»,der vielfach wider den Landfrieden gehandelt habe, wie die Boten von Bern erklären werden, gestraft undder Lnndfriede fürder gehalten werde; andern Falls erwarte man, was die V Orte mit dem Recht gewinnen,das man ihnen hiemit angeboten haben wolle; bis zum Austrag desselben werde das Friedgcld Hinterhalten.

St. A. Bern: Deutsch Missivenbuch r, S.oso.

3) 1533, 7. Juli, Baden. Burgermeister und Rath der Stadt Basel an die zu Baden versammelten Raths-boten der V Orte als Antwort auf ein von dort erHaltens Schreiben: Die von Basel seien den Landfriedenund ihre in Betreff der Reiskosten gemachten Zusagen zu halten entschlossen und werden benannte Kosten,wie solche gesprochen worden, auf dem nächsten Tage gemeiner Eidgenossen durch ihre Rathshotcn den VOrten gegen gehörige Quittung zustellen und dabei ihre weitern Anliegen eröffnen.

K.A.Bascl: Missivenbuch issr»o.

3) 1533 ,8. Juli. (Dienstag nach St. Ulrici). Die V Orte an Schaffhausen. Gemäß Vertrag hätten dievon Schaffhausen auf Pfingsten ihren Theil Reiskosten beim Landvogt von Baden hinterlegen sollen. Manhabe in Folge dessen gemäß dem Auftrag der Obern diese Summe an Bürgermeister Ziegler gefordert. Deraber sei vondiserm" Tag verritte», ohne daß die betreffende Summe entrichtet worden wäre. Man forderedaher, daß dieselbe auf Morgen (Mittwoch) zu Baden erlegt werde. Im widrigen Falle würden die Ge-sandten dieses ihren Obern mittheilen und welches Gefallen diese über solchem Halten des Friedens oder

Vertrags haben werden, sei zu ermessen. K.A.Schasfhauscn: Coreespoudenzen. Namens der V Orte siegelt att-Schulthciß Golden

Zu <»<>. Auf dem Rand ist gedruckt:Constanzer und Rapperschwister Urthel de An. 1493 und 1535werden confirmirt."

Der Zürcher und Lucerner Abschied enthalten noch folgenden durchgestrichenen Artikel:

Hans Wiederkehr, lleberreuter von Zürich, zeigt an, wie er vorletztes Jahr 35 Wochen lang als Knechtdes Verwesers im Rheinthal, Vogt Stoll's, gedient habe, und begehrt auf den Tag für sein Roß 4Schilling und gleichviel für eigene Zehrung; da ihm noch nicht alles bezahlt worden, so bittet er tun völligeAusrichtung seines Lohnes. Die Boten sind jedoch der Meinung, daß er schon befriedigt sein sollte, wollendies aber heimbringen, um zu erfragen, ob er bezahlt sei oder nicht.

«7.

Ltttlis. 1533, 25. Juni (Mittwoch nach St. Johnuu Baptist). Jcchn'echmnisi.

TtaatS«,'Mix Bern: Allst, eidst. Abschiede W, S. KW. .NantvndareM» Areibiirg: Abschiede B.ro:!. .tlauloudai.tiiv Soiottittl » ! Abschiede Bd. 19.

Gesandte: Bern. Jacob Wagner. Frei bürg. Ulrich Rir. Sol o thuru. Franz Kalt. (Andere nichtbekannt).