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März 1533.
3) 1533, 25. März. Verhandlung des Ruthes zu Genf. Es wird das Schreiben derer von Bernverlesen. (Rekapitulation von dessen Inhalt). Der ganze Rath geriet in heftige Aufregung wegen der Un-einigkeit, die hieraus entstehen möchte, so daß man unschlüssig war, was man erkennen wolle. Man beriefClande Solomon und Baudichon de la Maison neuve, von denen es hieß, sie hätten jenes Schreiben erwirkt.Auf ihren Eid dicßfalls befragt, gestunden sie, daß sie vor fünfzehn Tagen in Bern gewesen und sich da-selbst bei den Herren zu Bern um einen solchen Brief beworben haben. Man berief nun den Rath nebstden Sechszig auf den folgenden Tag, um die Antwort zu berathen. K. A. G-»f: Rathsregister.
Die mitgetheilte Stelle aus dem Berner Rathsbuch in Verbindung mit der angeführten Missive läßt sehr zweifel-haft, ob der Vorstand der evangelischen Gesandten in Bern 15 Tage vor dem 25. März (10. März) und nicht vielmehrbloß 5 Tage vorher (20. März) erfolgt sei, weßhalb wir als Verhandlungsdatum den 20. März bezeichneten. BedurfteBern zehn Tage sich zu besinnen? oder bestand die Werbung der Genfer Gesandten nicht in einem Vorstande vor Rath,sondern in getrennten privatimen Vernehmlassungen bei einzelnen Rathsgliedern? Die Aufnahme dieser allerdings nichtofficiellen Gesandtschaft und deren Verhandlung in die Sammlung der Abschiede findet ihre Rechtfertigung durch dasanaloge Verfahren bezüglich Verhandlungen mit evangelischen Gemeinden in der Ostschweiz.
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Masel. 1533, c. 21. März.
Gesandte: Berit. Bernhard Tillmann.
Wir können nur folgende Missiven niittheilen:
1) 1533, 21. März. Bern an Tillman». Aus dem wegen Zürich an ihn erlassenen Schreiben ersehe er,daß man glaube, die evangelischen Orte („wir") sollten sich zusammen verfügen und sich berathschlagen, wieden ihnen drohenden Gefahren zu begegnen sei. Gestern habe Boisrigault dem Rathe zu Bern vorgetragen,wenn es in dem Span-zwischen Zürich und den V Orten wegen der Mandate zum Krieg komme, werde derKaiser von Mailand aus mit einem starken Zug die V Orte unterstützen, weßhalb man trachten sollte, jenenAnstand beizulegen. Eine gleiche Nachricht habe heute ein Gardeknecht von Mülhausen, Velti Frieh, gebracht,die er von einem aus Mailand kommenden Landsknechtenhauptmann zu Solothurn vernommen habe undwornach der Kaiser in dem angezeigten Falle sein Kriegsvolk dem von Musso unterstellen wolle. Till-man möge nun solches dem Rathe zu Basel im Gesnnunten oder einzelnen Leuten eröffnen, wie es ihm gutscheine, damit man zusehe, wie der Sache zu begegnen sei. St. sr. B-rn: Deutsch Missw-nb. r. S. so».
2) 1533, 22. März. Bern an Zürich. Unter den bedenklichen Umständen dieser Zeit habe man fürgut erachtet, den drei Bünden zu schreiben, wie die beigelegte Copie ausweise, und wolle dies melden, damitZürich nach seinem Gefallen in gleicher oder besserer Meinung und bei exprcssen Boten schreiben könne. Manhabe jedoch (absichtlich) sticht andeuten wollen, daß man von den V Orten etwas besorge, weil die Bündnerselbst im Glauben zwiespältig seien, daher bloß den Müsscr „fttrgestrcnt", den sie auch zu fürchten haben. . .
St. A. Zürich: A. Müsserkrieg.
Damit vergleiche man folgende Missive:
3) 1533, 14. März, Mailand. „Carolus der fünft" an die V Orte. „Ersamen lieben getrüwen. Wirhaben üiver brief mit sampt dem, so unser und des rychs lieber gctrttwer Baptista de Jnsula, üwer burgerund sandtbot, uns üwcrthalb erzelt hat, verstanden, ist uns ouch träffenlich angenäm, daß ir in üwerm altenstyß, die cristenlich religion zu beschirmen, mit so stätem lind vestem gemüt noch jetz beharren, wölichemüwerm guten willen, zwyflen wir nit, dann daß gott der allmächtig gnädigklich bysin werde. Aber wirunsers teils, von wegen unser liebe und amptc zu der gemeinen cristenheit wöllen mit allen bequemengnnst üch zu helfen nützit underlassen, als dann gemelter üwer sandtbot unser gnädig gemüt üch witererzelen kan." St. A. Lucern: Abs-h. n. i, e. g2 r.
Diese Missive hängt wohl mit dem Abschied vom l 1. Februar m zusammen.